Rolf Glanzmann sitzt auf dem Brunnenrand, Mit konzentriertem Blick schlägt der Mitarbeiter der Badener Steinbauhütte ein ums andere Mal mit einem Hammer auf den Meissel. Kleine Steinstückchen fliegen über den Brunnenrand. Es ist eine Arbeit, die zur Sanierung des Brunnens am Sionerweg gehört.

1985 wurde der Muschelkalkbrunnen letztmals saniert, damals erhielt er auch einen neuen Brunnenstock. In den fast 30 Jahren seither hat ihm die Witterung etwas zugesetzt. Nun lässt ihn die Gemeinde von der Steinbauhütte ebenso sanieren wie den Kunststeinbrunnen an der Koblenzerstrasse.

Der Brunnen am Sionerweg stammt aus dem 19. Jahrhundert. Vor seiner letzten Sanierung vor fast 30 Jahren war er noch alles andere als ein Schmuckstück. Jahre zuvor war er von einem Fahrzeug arg beschädigt worden. So blieb er lange stehen. Bis sich die Gemeinde entschloss, dem unschönen Anblick ein Ende zu bereiten und den Brunnen zu renovieren, bevor er noch ganz zerfällt, wie der damalige Gemeinderat Rudolf Mülle bestätigt.

In wenigen Tagen wird die Sanierung vollbracht sein. Im Frühling wird wieder Wasser den Brunnen füllen und Blumen werden ihn, der am Weinwanderweg Klingnau-Endingen liegt, schmücken. Dann wird er sich nicht nur den Anwohnern, sondern auch Wanderern und Spaziergängern von seiner schönsten Seite zeigen. (pz)