Steuern

Bad Zurzach: «Der Steuerfuss wird ein Thema bleiben»

Der Kurort bad Zurzach will seine Funktion als Leuchtturm der Region auch in Zukunft wahrnehmen. ZVG

Der Kurort bad Zurzach will seine Funktion als Leuchtturm der Region auch in Zukunft wahrnehmen. ZVG

Der Gemeinderat von Bad Zurzach hat in einer Klausur in der Propstei Wislikofen die Ziele für die laufende Legislatur festgelegt

Der Gemeinderat Bad Zurzach hat mit dem Abstecken der Legislaturziele absichtlich ein Jahr zugewartet, um den neu gewählten Ratsmitgliedern Reto Fuchs und Peter Lude Zeit zur Einarbeitung in ihr Amt zu geben. Oberstes Ziel der Klausur sei es gewesen, sagt Gemeindeammann Franz Nebel, die Lebensqualität im Flecken nicht nur zu erhalten, sondern zu verbessern.

Bad Zurzach müsse die Funktion als Leuchtturm in der Region beibehalten, sagt Nebel. Auch in den kommenden drei Jahren gelte: «Ein Zentrum wie Bad Zurzach braucht eine starke Region. Eine starke Region braucht aber auch ein starkes Zentrum.» Nebel ist der Meinung, dass das Zurzibiet zwei Zentren verträgt. «Diese sollten sich aber nicht konkurrenzieren, sondern ergänzen.»

Support für die Vision Zurzibiet

Als Erstes hält der Gemeinderat Bad Zurzach in den Mitte Januar in der Propstei Wislikofen erarbeiteten Legislaturzielen fest, er wolle das Projekt Vision Zurzibiet unterstützen und zusammen mit den anderen Gemeinden des Bezirks umsetzen. Genauso initiativ wie die Vision Zurzibiet wolle er die Perspektive Rheintal-Studenland angehen und vorantreiben. Auch da gelte es, Perspektiven aufzuzeigen und Synergien zu nutzen.

Bei der öffentlichen Sicherheit hat sich der Gemeinderat zum Ziel gesetzt, den Standard hochzuhalten. Gegenwärtig wird die Schaffung von suchtfreien Zonen geprüft. Mit der Überwachung gefährdeter Orte und Gebäude kann frühestens im Frühling 2012 gerechnet werden. Im Gespräch sind Brennpunkte wie der Bahnhof, wo die Regionalpolizei dank der Einwilligung der SBB inzwischen intervenieren kann, die Schulanlagen, der Kurpark, das Kirchenareal sowie die Senftasche.

Zurzach setzt auf Bildung

Im Bereich der Bildung will der Gemeinderat Bad Zurzach in den nächsten drei Jahren einen Schulsozialarbeiter einsetzen und die Vernetzung mit der Jugendarbeit verbessern.

Ausserdem möchte der Gemeinderat die Basis für die Umsetzung der Strukturreform – sechs Jahre Primarstufe, drei Jahre Oberstufe – erarbeiten. Nebel: «Hinsichtlich der Schulraumplanung wird der Gemeinderat gefordert sein. Räume sind genügend vorhanden; Neubauten sind aller
Voraussicht nach nicht erforderlich.»

Im Bereich Kultur und Freizeit strebt der Bad Zurzacher Gemeinderat eine verbesserte Koordination der verschiedenen Anbieter an. Um die Qualität des kulturellen Angebots weiter anzuheben, wird der Aufbau einer Kultur-Koordinationsstelle ins Auge gefasst. Auch das Regibad fällt nach Ansicht des Gemeinderates unter die Rubrik «Kultur und Freizeit». Dieses kostet zwar viel Geld, ist aber auch eines der Aushängeschilder des Kurortes. Vorgesehen ist, dass eine Gruppe eingesetzt wird, die sich Gedanken macht, wie man die Attraktivität des Regibades steigern könnte.

Im Bereich Soziale Wohlfahrt hat sich der Gemeinderat Bad Zurzach zum Ziel gesetzt, in den nächsten drei Jahren ein Altersleitbild zu erarbeiten, mit dem Fragen rund ums Alter und um die Pflege geklärt werden sollen.

Beim öffentlichen Verkehr stehen die Sicherstellung und der Ausbau der direkten Verbindung mit Zürich im Vordergrund. Wichtigste Projekte beim Individualverkehr sind der Entscheid und die Finanzierung der Ostumfahrung sowie die Teilumsetzung des Fleckenkonzepts respektive der flankierenden Massnahmen mit Parkierungskonzept und Platzgestaltung.

Wärmeverbund und Arbeitsplätze

Weitere Projekte, die der Gemeinderat bis Ende der Legislatur in Angriff nehmen oder realisieren will, sind eine zeitgerechte Bau- und Nutzungsordnung mit entsprechendem Zonenplan, um ein sanftes Wachstum der Gemeinde sicherzustellen, die Förderung der erneuerbaren Energie mit dem neuen Holzschnitzel-Wärmeverbund und die Förderung der Gesundheits- und Tourismusbranche. Neue Arbeitsplätze sollen nur angesiedelt werden, wenn sie dem Gesundheitsbereich nicht schaden.

Letztes, aber nicht unwichtigstes Thema sind die Finanzen und Steuern. Ammann Franz Nebel: «Wir wollen alles daran setzen, die bestehende Infrastruktur zu erhalten. Daneben soll aber auch die Finanz- und Steuersituation der Gemeinde optimiert werden, damit sie sich entwickeln kann und eine Vertrauensbasis für Investoren geschaffen wird. Die Höhe des Steuerfusses wird in den nächsten Jahren ein Thema bleiben.»

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