2. Liga inter

Auf dem harten Boden der Realität gelandet – wie geht es weiter mit dem FC Klingnau?

FC-Klingnau-Präsident Roger Meier: «Es war nicht alles schlecht. In vielen Partien hat nicht viel gefehlt.» Bild: Chris Iseli

FC-Klingnau-Präsident Roger Meier: «Es war nicht alles schlecht. In vielen Partien hat nicht viel gefehlt.» Bild: Chris Iseli

Der FC Klingnau liegt nach der Vorrunde der 2. Liga inter auf dem letzten Rang. Wie es mit dem Club weitergeht, soll in der Winterpause geklärt werden.

Die Szene hätte bezeichnender nicht sein können: In Grenchen läuft letzten Samstag die 85. Minute. Soeben haben die Klingnauer den 2:2-Ausgleich durch Polat Günes erzielt. Mit dem Punktgewinn hätte sich der Aufsteiger versöhnlich in die Winterpause verabschieden können. Doch anstatt dem Unentschieden Sorge zu tragen, leisteten sich die Klingnauer einen weiteren Fehler in der Defensive. Die Grenchner nutzten die Unkonzentriertheit aus und erzielten den Siegtreffer.

Die Mannschaft von Trainer Gianluca Pasanisi beschliesst damit die erste Saisonhälfte dort, wo man eigentlich nicht stehen wollte – auf dem letzten Platz. Sieben Punkte aus 13 Spielen lautet die bescheidene Ausbeute. «Das ist sicher nicht das, was wir uns vorgestellt haben», sagt Roger Meier. Für den Vereinspräsidenten widerspiegelt die Tabelle allerdings nur die halbe Wahrheit. «Es war nicht alles schlecht. In vielen Partien hat nicht viel gefehlt.» Dass sich die Klingnauer damit nichts kaufen können, weiss auch Meier. Immerhin: Auf den rettenden 11. Rang beträgt der Rückstand nur drei Zähler.

Meier und auch Trainer Gianluca Pasanisi sind sich bewusst, dass in der Winterpause etwas geschehen muss, will man am Saisonende nach nur einem Jahr nicht gleich wieder absteigen. «Die Grenzen wurden uns schonungslos aufgezeigt», sagt Pasanisi.

Was für ihn nicht überraschend kommt. Dem Team, das im Vergleich zur letzten Spielzeit nur unwesentlich verändert worden ist, fehlt es an Erfahrung und Stabilität. «In dieser Liga wird jeder Fehler sofort bestraft.» Und von diesen leisteten sich die Klingnauer mehr, als ihnen lieb sein konnte. «Wir schenkten den Gegnern zu einfach zu viele Tore», sagt Roger Meier. Und vor dem gegnerischen Tor waren die Klingnauer zu harmlos. Davon ausgenommen ist Thaqaj Shqiprim. Der Stürmer erzielte neun der insgesamt fünfzehn Treffer.

Was sich konkret ändern soll, kann Roger Meier noch nicht sagen. Am Sonntag steht noch das Cup-Vorrundenspiel gegen Aegeri auf dem Programm (Grie, 15 Uhr). Erst danach will man die Situation eingehend analysieren. Nicht zur Diskussion steht laut Meier der Trainer. Gianluca Pasanisi habe einen guten Job gemacht und taktisch vieles ausprobiert.

Trainer steht nicht zur Diskussion

Pasanisi wiederum ist selbstkritisch genug: «Es geht hier nicht um mich, sondern um das Wohl des Vereins.» Wenn man zum Schluss kommen sollte, dass er der falsche Trainer sei, dann lege er keine Steine in den Weg. So weit scheint es aber nicht zu sein: Pasanisi hat Planung für die Rückrunde bereits in Angriff genommen. Dazu gehört auch ein Trainingslager Anfang März in Madrid.

Autor

Daniel Weissenbrunner

Daniel Weissenbrunner

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