Klingnau

Auf «Carlos» verzichtet: Heli-Luftkampf auch am Klingnauer Fasnachtsumzug

Nicht nur am Würenlinger, auch am Klingnauer Fasnachtsumzug am Dienstag gab es zwei Helikopter von TCS und Rega zu sehen. Der Umzug lockte trotz Nieselregens ein grosses Publikum ins Städtchen.

Die Helis am Klingnauer Fasachtsumzug wurden nicht etwa von Würenlingen ins Städtchen chauffiert - es handelte sich um Bauten der einheimischen Pontoniere. Das Thema «Luftkampf» hatte sich, wie einer der Pontoniere später verriet, bei der Motivwahl gegen den Fall «Carlos» durchgesetzt. Glücklicherweise kam es zu keinem Unglücksfall, so dass sich die Helis nicht bewähren und abheben mussten.

Wegen leichten Regens in den Stunden vor dem Umzug war zu befürchten, dass dieser ins Wasser fällt. So weit kam es allerdings nicht - ganz im Gegenteil. Wie in den Vorjahren kam ein grosses Publikum ins Städtchen und stand am Strassenrand der Schattengasse. Es blieb beim Nieselregen, all die Briefkästen oder Schiffe aus Karton, welche Kinder auf sich trugen, saugten so zwar Regentropfen auf, drohten aber keineswegs auseinanderzufallen.

Den Klingnauer Umzug bereichern stets die Primarschüler, Kindergärtler und das Muki-Turnen. Mehrere Klingnauer Klassen nahmen brandaktuelle Themen auf: Erst- und Zweitklässler schritten - in Anlehnung an die nach Döttingen zügelnde Post - als Briefkästen und Briefträger über die Umzugsmeile. Zu sehen gabe es auch furchteinflössende Vampire und Mönsterlis, Lollipops, Globis, Omas und Opas,

Die Kindergärtler verwandelten das Städtchen in eine Baustelle. Wegen der Sanierung der uralten Wasserleitungen und der Neugestaltung des Städtchens wird dieses zur Baustelle. Allerdings verzögert sich das Projekt. Der Baubeginn dürfte nicht diesen Sommer, sondern wohl erst nach der Fasnacht 2015 stattfinden. Die Kindergärtler könnten nächstes Jahr also glatt mit demselben Auftritt nochmals auftrumpfen.

Wiederum stellte die Döttinger Schule zwei Umzugsnummern, wobei die die Erstklässler als Rebgeister Döttinger Konfettiwein ausschenkten, und die Zweitklässler als Stauseepiraten das Städtchen enterten.

Fussballer schon im WM-Fieber

Die Klingnauer Fussballer hätten sich angesichts ihres Wagens zur Fussball-WM in Brasilien diesen Sommer über frühlingshafte Temperaturen gefreut. Nichtsdestotrotz strahlten sie Vorfreude auf den Grossanlass aus - und schenkten Glühwein aus.

Die Koblenzer Stüdeler sorgten mit ihrem Wagen mit Kanone einmal mehr für zünftige Knälle und gingen «durch Himmel und Hölle», der Damenturnverein feierte sein Jubiläum unter dem Slogan «75 Jahre und immer noch fit», und die rockenden Bachsplitter aus Würenlingen das 111-jährige von Harley Davidson. Das Restaurant Engel fuhr mit einem Zirkuswagen durchs Städtchen.

Mehrere Musikformationen sorgten für närrische Klänge, nicht nur Stadtmusik und Städtlifäger. Ins Auge stochen die farbigen Kostüme der Siglistorfer Techno-Schnägge. Trotz des garstigen Wetters fand auch die Monsterkonfettischlacht nach dem Umzug statt. Zahlreiche Kinder und Jugendliche bewarfen sich mit Konfetti, der eine oder die andere wurde sogar regelrecht mit Konfetti eingeseift.

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