«Fleckenkonzept»

Auf Bad Zurzach mit seinem historischen Marktflecken kommen grosse Veränderungen zu

So könnte die verkehrsfreie Schwertgasse dereinst aussehen.

So könnte die verkehrsfreie Schwertgasse dereinst aussehen.

Auf den Flecken wartet ein heisses Jahr: Bahnhofspange, Ostumfahrung und Fusion bewegen. Um die Einwohner über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten, hat sich der Gemeinderat für eine vierte Ausgabe des Futurums entschieden.

Nachdem das Bundesgericht nicht auf die letzte Beschwerde zur Ostumfahrung eingetreten ist, stehen die Ampeln für das 75-Millionen-Projekt auf Grün. «Wegweisend und heiss war er, der Sommer 2018. Wegweisend und noch heisser wird 2019 für unsere Gemeinde und unsere Region», sagt Bad Zurzachs Gemeindeammann Reto S. Fuchs in der neusten Ausgabe der «Zurzi Post».

Wegweisend für die Gemeinde, weil nun die Baubewilligung für die Fleckenumfahrung endlich rechtskräftig ist. «Dies darf durchaus als sehnlichst erwarteter Startschuss für die kommende Umsetzung des Fleckenkonzeptes gewertet werden», schreibt der Gemeinderat dazu.

Die schrittweise Umsetzung sieht vor, dass in einer ersten Phase die Bahnhofspange und die Schwertgasse realisiert werden sollen. Dies könnte bereits gleichzeitig zur Realisierung der Fleckenumfahrung geschehen. Durch den Bau der sogenannten Bahnhofspange – der Umfahrung Promenadenstrasse und Schwertgasse entlang den Bahngeleisen – kann die Schwertgasse für den Verkehr gesperrt und hier eine Fussgängerzone errichtet werden.

Koordination mit dem Kanton

In einer zweiten Phase, nach Eröffnung der Umfahrung, folgen der Unterflecken und zu guter Letzt in einer dritten Phase der Oberlecken. «Abklärungen zu diesem grob gefassten Vorgehensplan sind mit den Kantonsbehörden voll im Gang», teilt der Bad Zurzacher Gemeinderat mit.

Planerisch wurde das Fleckenkonzept bereits 2011 als Masterplan finalisiert und mit gestalterischen Details sowie technischen Vorprojekt-Plänen hinterlegt. Die Gemeindeversammlung sagte im Januar 2012 Ja zur Ostumfahrung. «Diese planerischen Grundlagen gilt es nun zu prüfen und gemäss den aktuellen Erkenntnissen anzupassen», teilt die Gemeinde mit. «Ebenso zentral ist die damit verbundene Gestaltung und Organisation des Fleckens im Hinblick auf die bevorstehenden Einschränkungen während den Baumassnahmen und natürlich die Vorbereitung auf die Zeit danach.»

Und schliesslich wegweisend für Gemeinde sowie Region wird der Entscheid über das Fusionsprojekt Rheintal+. Zwischen Mai und September 2019 wird sich zeigen, ob die zehn Gemeinden von Rietheim bis Kaiserstuhl bereit sind für einen Zusammenschluss. Gestern Abend wurde die Bevölkerung über den aktuellen Stand des Projekts informiert.

Um die Einwohner über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten, hat sich der Gemeinderat zudem für eine 4. Ausgabe des Futurums entschieden. Ab Mitte Februar finden diese speziellen Informationsveranstaltungen wieder statt.

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