Döttingen

Attacke auf Lebenspartner: Gericht verlängert U-Haft um drei Monate

Die Frau, die ihren Lebensgefährten im gemeinsamen Haus am Döttinger Rebberg massiv verletzt haben soll, sitzt weiterhin im Gefängnis.

Die Frau, die ihren Lebensgefährten im gemeinsamen Haus am Döttinger Rebberg massiv verletzt haben soll, sitzt weiterhin im Gefängnis.

Die Untersuchungshaft gegen jene Frau, die Anfang November 2014 ihren Lebenspartner angegriffen und massiv an Kopf und Hals verletzt haben soll, ist verlängert worden. Das hat das Zwangsmassnahmengericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft angeordnet.

Ein ungewöhnliches Beziehungsdelikt sorgte Anfang November in Döttingen für Aufsehen: Ein 54-jähriger Schweizer kam nachts mit Verletzungen an Kopf und Hals ins Spital Leuggern. Die Verletzungen stammten von einem Angriff seiner 51-jährigen Lebenspartnerin, gab er an. Er konnte noch in derselben Nacht das Spital verlassen.

Die Polizei rückte zwar umgehend aus, fand die Frau allerdings nicht mehr vor. Mit internationalem Haftbefehl wurde nach ihr gefahndet, in der Region Brugg wurde sie knapp drei Tage später verhaftet.

Attacke auf Lebenspartner - Nachbarn in Döttingen geschockt

Attacke auf Lebenspartner - Nachbarn in Döttingen geschockt (November 2014)

 

Wegen der massiven Verletzungen eröffnete gegen die Frau ein Verfahren wegen versuchter vorsätzlicher Tötung. Nachdem die dreimonatige Untersuchungshaft zu einem Ende kam, hat das Zwangsmassnahmengericht die dreimonatige Verlängerung auf Antrag der Staatsanwaltschaft angeordnet.

Unklar blieb das Motiv und die genauen Tatumstände. «Zum Aussageverhalten der Beschuldigten können wir zum jetzigen Verfahrenszeitpunkt keine Angaben machen», sagt aber Fiona Strebel, Mediensprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, auf Anfrage von AZ Online.

Fest steht dagegen, dass die Staatsanwaltschaft Anklage erheben wird, sagt Strebel doch weiter, dass noch nicht klar sei, wann die Staatsanwaltschaft das Verfahren abschliessen und Anklage erheben werde. (pz)

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