Nach einer Reise von Japan über Amerika, Spanien und Holland ist der neue, 81,5 Tonnen schwere Deckel inklusive Transportbehälter für den Reaktordruckbehälter von Block 2 des Atomkraftwerks Beznau angeliefert und für 16 Monate auf dem Kraftwerksgelände zwischengelagert worden. Der Einbau des neuen Deckels erfolgt im Rahmen der Jahresrevision 2015.

Der Deckel für Block 1 ist Ende November auf der Beznau-Insel eingetroffen und ist wie sein Pendant auf Elefantenbeinen parkiert worden. Er wird während der Jahresrevision 2014 eingebaut.

Die Reaktordruckbehälterdeckel in den Blöcken 1 und 2 seien vollständig intakt, betonen die zuständigen Stellen im KKB. Aufgrund von Erfahrungen bei baugleichen Deckeln im Ausland werden sie – quasi als vorsorgliche Massnahme – während der Revisionsstillstände im nächsten beziehungsweise übernächsten Jahr dennoch ersetzt.

Die Entscheidung, die Deckel auszuwechseln, sei bereits im Jahr 2008 – also noch weit vor Fukushima – gefällt worden.

Die Installation der autarken Notstrom-Versorgung, der Ersatz der beiden Deckel für die Reaktordruckbehälter in Block 1 und 2 sowie die Beschaffung einer neuen Anlagensoftware zusammengerechnet, investiert die Axpo bis 2015 rund 700 Millionen Franken in Sicherheit und Verfügbarkeit der Anlage.

Spektakulärer Transport

Die neuen Deckel für das Atomkraftwerk Beznau sind in Japan geschmiedet und anschliessend via USA nach Santander in Spanien transportiert worden, wo die Einzelteile zusammengebaut wurden. Danach ging es auf dem Wasserweg weiter über Rotterdam nach Basel. Der Transport durch die Schweiz erfolgte auf einer speziellen Route für schwere Güter. Wichtig war, dass Tunnels und Unterführungen eine Mindesthöhe von 5,3 Metern aufwiesen.

Das Transportfahrzeug der Firma Friderici aus Tolochenaz (VD) war 29,5 Meter lang, 5,2 Meter hoch und – inklusive Deckel für den Reaktordruckbehälter – 137 Tonnen schwer.