Atomenergie

Atomabfälle im Zwilag in Würenlingen für Tiefenlager vorbereitet

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Zentrales Zwischenlager für radioaktive Abfälle (Zwilag) in Würenlingen: Ein über 100 Tonnen schwerer Behälter mit Atommüll wird an der Umladestation abgeladen.

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Im Zwischenlager für radioaktive Abfälle in Würenlingen (Zwilag) sind zwischen September und November 519 Fässer mit schwach radioaktivem Abfall für die Tiefenlagerung vorbereitet worden. Eine Plasma-Anlage verarbeitete sie zu 132 Gebinden.

Die Abfälle stammen aus den Schweizer Atomkraftwerken sowie dem Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen, wie das Zwilag am Dienstag mitteilte. Unter den 519 Fässern befanden sich auch 33 mit inaktivem Material. Die Plasma-Anlage schmilzt die Abfälle im Ofen auf ein Minimum zusammen. Dabei werden Glaspartikel beigemischt. Das Produkt ist eine chemisch widerstandsfähige und schwer auslaugbare Masse.

Seit der Inbetriebnahme der Plasma-Anlage im Jahr 2004 wurden bereits über 1000 Tonnen schwachaktiver Abfall, verpackt in 5955 Fässer zu insgesamt 1434 Gebinden, verarbeitet. Das Zwischenlager in Würenlingen ist als Aktiengesellschaft der Schweizer Atomkraftwerkbetreiber organisiert. Das Aktienkapital ist im Verhältnis zur thermischen Leistung der Atomkraftwerke aufgeteilt.  (sda)

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