Da staunten die Mitglieder nicht schlecht: Der Vorstand des Vereins Pro Freibad Waldshut konnte in einer Mitgliederversammlung eine anonyme Spende über eine Million Euro bekannt geben.

Das Geld liegt auf einem Treuhänderkonto, das von einem Steuerberater aus Waldshut ehrenamtlich geführt wird. Die Auszahlung des Geldes ist allerdings an drei Bedingungen geknüpft. Es benötigt einen neuen Beschluss des Gemeinderates, der den Fortbestand des Waldshuter Bades sichert, der Betrieb und die Abwicklung der Sanierung muss Sache der Stadt bleiben und der Verein muss mögliche Sanierungspläne akzeptieren. Vor der Mitgliederversammlung wurde bereits Oberbürgermeister Philipp Frank informiert.

"Das ist eine riesige Verantwortung, die mit der Spende einhergeht", erklärte Christiane Maier, Vorsitzende des Vereins. "Der Spender hat das schlau gemacht. Es geht nicht darum, dass Tiengen nicht saniert wird, sondern uns geht es um den Fortbestand des Waldshuter Freibads."

Der Verein Pro Freibad Waldshut kämpft für die Erhaltung der Anlage. Hintergrund war die Befürchtung, dass der Gemeinderat das sanierungsbedürfige Bad schliessen will. Anfang April beschloss dieser dann, das Waldshuter Bad zu schliessen und nur das Freibad in Tiengen zu sanieren.

Das Freibad Waldshut sollte noch so lange in Betrieb bleiben, bis die Sanierung der Waldshuter Stadthalle mit Hallenbad sowie die Erneuerung des Tiengener Freibads abgeschlossen ist. Voraussetzung für den Fortbetrieb ist allerdings, dass das Gesundheitsamt nicht wegen der bereits bekannten Hygienemängel einschreitet.