Kreisschule Surbtal

Anlaufstelle für Schüler, Lehrer und Familien: Schulsozialarbeit soll deutlich ausgebaut werden

Bedarf dringend nötig: Hanni Jetzer an der gestrigen Präsentation.

Bedarf dringend nötig: Hanni Jetzer an der gestrigen Präsentation.

In den vergangenen Jahren haben die Primarstufen dringenden Bedarf für die Einführung einer Schulsozialarbeit festgestellt. Sechs Gemeinden wollen ihr Angebot für Schulsozialarbeit nun ausbauen.

Vor vier Jahren wurde die Schulsozialarbeit (SSA) an der Kreisschule Surbtal eingeführt. «Sie hat sich bestens etabliert und ­bewährt», sagt die Lengnauer Gemeinderätin Hanni Jetzer (FDP). Nun soll das Angebot in Form einer überregionalen Schulsozialarbeit deutlich ausgebaut werden. Aus guten Grund: In den vergangenen Jahren haben die Primarstufen dringenden Bedarf für die Einführung einer Schul­sozialarbeit festgestellt. «Wir ­verzeichnen eine Zunahme von Mobbing, Gewaltbereitschaft», so Jetzer, die das Projekt gestern an einer Medieninformation präsentierte.

Vor einem Jahr wurde eine entsprechende Arbeitsgruppe eingesetzt. Diese wurde mit der Überprüfung der bestehenden Schulsozialarbeit und der Ein­führung an der Primarstufe mit ­Kindergarten beauftragt. Darin vertreten waren die Behördenmitglieder (Gemeinderat, Schulpflege, Kreisschulpflege) der Gemeinden Endingen, Freienwil, Lengnau, Tegerfelden und Würenlingen. Involviert waren ebenso die Schulsozialarbeiterin der Kreisschule Surbtal sowie der Verwaltungsleiter der Gemeinde Lengnau.

An den Wintergmeinden hätte das Geschäft zur Abstimmung gelangen sollen. Die Corona­pandemie erschwert auch hier das Prozedere. Lengnau hat inzwischen entschieden, auf die Gmeind aufgrund der aktuellen Situation zu verzichten und einen Urnengang durchzuführen. In den übrigen Gemeinden wird das Vorgehen noch diskutiert.

Vertragsparteien sind alle Gemeinden im Einzugsgebiet der Kreisschule Surbtal. In Freienwil, Endingen, Lengnau und Tegerfelden sind alle Schulstufen beinhaltet. Schneisingen ist wie bisher mit den Oberstufenschülern mit dabei. Würenlingen wird wie bisher mit den Bezirksschülern teilnehmen. Sollte das neue Gebilde vom Souverän angenommen werden, würden die Stellenprozente von heute 60 Prozent auf 215 Prozent aufgestockt. «Die Pensen würden aufgrund der Schülerzahlen auf die einzelnen Standorte verteilt», sagt Hanni Jetzer.

Autor

Daniel Weissenbrunner

Daniel Weissenbrunner

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