Bad Zurzach

Amtseinführung für Daniel Holenstein: Ein Löwe für den höchsten Katholiken im Kanton

Der Bad Zurzacher Daniel Holenstein wurde für die nächsten zwei Jahre als Synodenpräsident der römisch-katholischen Landeskirche Aargau gewählt

Gottesdienst zur Amtseinführung von Daniel Holenstein

Der Bad Zurzacher Daniel Holenstein wurde für die nächsten zwei Jahre als Synodenpräsident der römisch-katholischen Landeskirche Aargau gewählt

Daniel Holenstein wurde im Gottesdienst in seiner Heimatpfarrei St. Verena als neuer Synodenpräsident der römisch-katholischen Landeskirche Aargau begrüsst.

«Er ist nun der höchste Katholik im Aargau», sagte Marcel Notter, Generalsekretär der römisch-katholischen Landeskirche Aargau, in der Kirche St. Verena über den Bad Zurzacher Daniel Holenstein. Dieser wurde Anfang Januar für die nächsten zwei Jahre zum Präsidenten der Synode der katholischen Landeskirche Aargau gewählt. Er sei nun Kopf von 56 Kirchgemeinden, sechs Fachstellen mit unterschiedlichen Funktionen sowie der anderssprachigen Missionen, führte Notter weiter aus. «Nach ihm kommt nur noch der Papst», sorgte er mit einem Witz für Lachen bei den Besuchern des Gottesdienstes zur Amtseinführung Holensteins.

Es sei traditionell üblich, dass der neue Synodenpräsident an einem Gottesdienst in der Heimatpfarrei gefeiert werde, erklärte Marcus Hüttner, Diakon und Gemeindeleiter der Kirche St. Verena in Bad Zurzach. Er führte gemeinsam mit Priester Andreas Stüdli durch den speziellen Gottesdienst, der den «Kairos des Neubeginns», wie es Stüdli nannte, im Fokus hatte. «Der Kairos ist der Zauber, der in allem Anfang steckt. Wohl auch für Daniel Holenstein, der seine neue Aufgabe mit Anspannung und Spannung in Angriff nehmen wird», sagte der Priester während des Gottesdienstes.

Holensteins Frau Domenica, Katechetin in der Gemeinde, hatte passenderweise die Aufgabe inne, den Bibeltext «der eine Leib und die vielen Glieder» aus dem neuen Testament vorzulesen: «Wenn ein Glied leidet, dann leiden alle mit. Wenn ein Glied geehrt wird, werden alle mitgeehrt.» Darauf kam Priester Stüdli später zurück: «So wie der Körper alle Glieder braucht, so brauchen auch wir uns alle.» Die Kirchgemeinden seien auf jedes einzelne Mitglied angewiesen: «Wir sind Teile eines grösseren Leibes, und die Rolle von Daniel Holenstein wird uns allen Nutzen bringen.»

Daniel in der Löwengrube

Danach kam Silvia Indermühle, die neue Präsidentin der Kirchenpflege, zu Wort. Bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt in dieser Funktion kam ihr gleich die Aufgabe zu, den neuen Synodenpräsidenten begrüssen zu dürfen. Sie wünschte Holenstein gute Begegnungen, konstruktive Geschäfte, aber auch die nötige Distanz. Nach ihr erzählte Generalsekretär Marcel Notter die Bibelgeschichte von «Daniel in der Löwengrube». Dieser Daniel sei, wie Holenstein, mit einem ausserordentlichen Geist ausgestattet gewesen. Er blieb von den Löwen verschont, weil Gott Engel geschickt hatte. Schutz wünschte er auch Holenstein als er ihm den Stofflöwen überreichte: «Dieser soll dich daran erinnern, dass du auch dann beschützt bist, wenn etwas ‹Böses› passiert.»

Daniel Holenstein lauschte den vielen aufbauenden Worten und bedankte sich bei den Anwesenden für ihre Unterstützung. Er schloss den Gottesdienst mit einem Gedicht von Schriftsteller Heinrich Böll: «Wir kommen weit her und müssen weit gehen. Aber: Keine Angst, alle sind bei dir.»

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