Fusion Döttingen Klingnau

Ammänner kämpfen weiter für die Gemeindefusion

Werden Klingnau (vorne) und Döttingen doch noch fusionieren? Derzeit läuft in Döttingen eine Unterschriftensammlung für ein Referendum gegen das Nein an der Gemeindeversammlung. 200 Unterschriften müssen eingereicht werden – 100 sind bereits zusammengekommen. ZA

Werden Klingnau (vorne) und Döttingen doch noch fusionieren? Derzeit läuft in Döttingen eine Unterschriftensammlung für ein Referendum gegen das Nein an der Gemeindeversammlung. 200 Unterschriften müssen eingereicht werden – 100 sind bereits zusammengekommen. ZA

In Döttingen werden Unterschriften für ein Referendum gesammelt. So soll eine Abstimmung zur Fusion mit Klingnau an der Urne möglich werden. Jetzt äussern sich die beiden Ammänner zu den Referendums-Chancen.

An der Gemeindeversammlung in Döttingen ist eine Fusion mit Klingnau deutlich abgelehnt worden. Ein Komitee sammelt dort nun aber Unterschriften, um das Referendum gegen diesen Entscheid zu ergreifen und eine Abstimmung an der Urne möglich zu machen (Aargauer Zeitung vom 4. Dezember.) «Ich hoffe, dass das Referendum zustande kommt», sagt Peter Bühlmann, Gemeindeammann von Klingnau. «Das Nein darf uns nicht beirren.» Man müsse den Stimmbürgern noch deutlicher klarmachen, welches vor allem die langfristigen Chancen und Vorteile seien, die sich beiden Gemeinden bieten. «Kommt dazu, dass die Voraussetzungen zurzeit ideal sind, denn die Gemeinderäte verstehen sich gut, beide stehen hinter einer Fusion. Das ist eine Konstellation, die nicht selbstverständlich ist und von der wir profitieren sollten», sagt Bühlmann.

Sein Döttinger Amtskollege Peter Hirt sagt: «Dass Unterschriften gesammelt werden, zeigt, dass sich die ein Teil der Döttinger Bevölkerung Gedanken über die langfristige Zukunft macht. Wir stehen nach wie vor hinter dem Projekt.» Hirt hat sich in den letzten Wochen Gedanken gemacht, weshalb der Antrag des Gemeinderates für eine Fusion so deutlich abgelehnt wurde; die Döttinger Stimmbürger hatten den Zusammenschluss mit 234 gegen 139 Stimmen abgelehnt. «Wir sind überzeugt, dass der Gemeinderat gut informierte und Probleme und Chancen aufzeigte.» Die Bevölkerung hätte mehr Initiative ergreifen können, sagt Hirt.

«Es geht uns wohl einfach noch zu gut. An der Gemeindeversammlung waren viele Bürger da, die glauben, dass wir nichts ändern müssen.»

Die Gemeinde habe derzeit tatsächlich keine grossen Probleme, weil die Finanzen stimmten. «Aber künftig werden kleinere Gemeinden überfordert sein mit den Anforderungen, die an sie gestellt werden.» Es werde neue Gesetzgebungen beispielsweise in der Raumplanung geben, der Zeitaufwand für die Verwaltungen werde steigen. «Grössere Gemeinden werden deutlich bevorteilt sein.»

«Es wird hart, ganz klar»

Wie schätzen die beiden Ammänner die Chancen für ein Ja an der Urne ein, falls eine solche Abstimmung denn dank des Referendums zustande kommt? «Es wird hart, ganz klar. Aber wenn alle Befürworter an die Urne gehen, dann haben wir eine gute Chance, davon bin ich überzeugt», sagt Hirt. Einen Hinweis könnte die Anzahl der Unterschriften geben, die für das Referendum gesammelt werden, glaubt Bühlmann. «Wenn das Komitee deutlich mehr als nur die 200 benötigten Unterschriften zusammenbringt, dann ist das ein Zeichen dafür, dass wir wieder auf eine Fusion hoffen dürfen.»

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