Würenlingen

«Ambiente in der Turnhalle ist einzigartig»: Dorf weiht die neue Schulanlage Tannenweg ein

Mit vier Monaten Verspätung weihen die Würenlinger das neue, 23 Mio. Franken teure Schulhaus Tannenweg und die Zweifachsporthalle ein.

Stolz zeigte eine Drittklässlerin ihren Eltern den Ämtliplan im neuen Schulzimmer für Textiles Werken. «Ich freute mich sehr, als ich erfuhr, dass ich im neuen Schulhaus Tannenweg zur Schule darf», sagte sie an dessen Einweihung am vergangenen Samstag. «Alles ist so neu hier.»

Die Achtjährige ist eine von 97 Schülerinnen und Schülern, die seit dem 11. Mai mit 35 Kindergärtlern im neuen Gebäude auf der Schulanlage Weissenstein in Würenlingen die Schulbank drückt. Der Einzug in den 23 Millionen Franken teuren Bau wäre bereits drei Wochen zuvor geplant gewesen, musste aber wegen des Lockdowns verschoben werden.

Gedulden musste sich wegen Corona auch die Bevölkerung. Am 8. und 9. Mai wären das Schülerfest und der Tag der offenen Tür vorgesehen gewesen. Vier Monate später konnte die Einweihung nun nachgeholt werden – mit Maskenpflicht und ohne Festbeiz. Bildungsminister Alex Hürzeler (SVP) gab sich die Ehre und reiste aus dem Fricktal nach Würenlingen.

So sieht der neue Pausenplatz aus. Rechts im Hintergrund befinden sich die Pumpen für das Wasser, das sich durch Vertiefungen im Boden schlängelt. Nicht im Bild sind der neue Kletterturm und die Rutschbahn

So sieht der neue Pausenplatz aus. Rechts im Hintergrund befinden sich die Pumpen für das Wasser, das sich durch Vertiefungen im Boden schlängelt. Nicht im Bild sind der neue Kletterturm und die Rutschbahn

Zu den Besuchern auf dem neuen Pausenplatz sagte er, dass ein neues Schulhaus vielen Anforderungen genügen müsse. «Ich denke, Sie geben mir Recht, wenn ich sage, dass es den Architekten sehr schön gelungen ist, das zusätzliche Schulhaus und die Turnhalle harmonisch in das bestehende Schulgelände einzufügen.» Von der erweiterten Infrastruktur würden nicht nur die Schüler, sondern auch Bevölkerung und Vereine profitieren, ob für  sportliche, kulturelle oder andere Veranstaltungen. «Die Turnhalle bietet einen schönen Mehrwert für alle. Als Bildungs-, Sport- und Kultur-Direktor freut mich dies also gleich dreifach.»

«Zeitgemässer Schulraum in hochwertigen Bauten»

Über den neuen, dringend benötigten Raum für die Schule und die Vereine freute sich auch FDP-Gemeinderat Patrick Zimmermann. Als frisch gewählter Gemeinderat übernahm er 2014 die Arbeitsgruppe Schulraumplanung und begleitete seither das Projekt.

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Die Erweiterung um ein Schulhaus und eine Zweifachturnhalle sei nötig geworden wegen des Bevölkerungswachstums, der Prognosen zu den  Schülerzahlen und des Systemwechsels von fünf auf sechs Jahre Primarschule. Das Dorf zählt heute fast 4800 Einwohner und 630 Kinder in der Volksschule. «Mit den hochwertigen Bauten steht nachhaltig zeitgemässer Schulraum zur Verfügung», sagte Zimmermann.

Diese Meinung teilten die Besucherinnen und Besucher, die das neue Gebäude besichtigten. Besonders begeistert zeigten sich  die jüngsten Besucher von den modernen Wandtafeln mit Kreidetafeln links und rechts sowie einem Touchscreen in der Mitte, auf dem die Lehrpersonen mit einem speziellen Stift schreiben und zeichnen können, aber auf den sie auch Seiten aus Lehrbüchern oder ihren Computerbildschirm projizieren können. Einer älteren Frau gefiel das Malatelier im Untergeschoss besonders gut. «In Ruhe einfach malen können: Ich finde schön, dass die Schule das anbietet», sagte sie.

Blick in die neue Turnhalle.

Blick in die neue Turnhalle.

Auch den Lehrpersonen gefällt das neue Gebäude: «Es ist schön, hier zu arbeiten», meinte eine Lehrerin für Deutsch als Zweitsprache in einem der Kindergärten. Die Räume seien gross sowie hell und könnten voneinander abgetrennt werden.  «Das Schulhaus ist schön gemacht und sieht zweckmässig aus», sagte ein Ehepaar aus Würenlingen nach einem Rundgang durch beide Gebäude. Der Mann ergänzte, es sei schon verrückt, was man heute in Schulhäusern alles mache, während seine Frau meinte: «Die Turnhalle ist genial. Sie ist gross, hell – und ein solch einzigartiges Ambiente habe ich noch in keiner Turnhalle gespürt.» 

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