Würenlingen

Ärger über Parkplatz-Situation: «Ich muss Slalom fahren wie Ramon Zenhäusern»

Enge Verhältnisse: Die auf der Kellenäckerstrasse im Gebiet Siggenthal Station abgestellten Autos blockieren den Weg und sorgen für Unmut.

Enge Verhältnisse: Die auf der Kellenäckerstrasse im Gebiet Siggenthal Station abgestellten Autos blockieren den Weg und sorgen für Unmut.

Ein Anwohner des Gebiets Siggenthal Station kritisiert die Parkplatzsituation in seinem Quartier. Er beschwerte sich bei der Gemeinde — dort weiss man von nicht.

Markus Geiger ist verärgert. Er ist Anwohner des Ortsteiles Siggenthal Station, dem Gemeindeteil von Würenlingen. Seinen Unmut begründet Geiger wie folgt: «Ich muss jeden Tag Slalom fahren wie Ramon Zenhäusern.» Aber nicht auf Skiern, sondern mit seinem Auto. Und nicht eine schneebedeckte Piste runter, sondern die Strasse entlang, an der Geiger wohnt.

«Es herrscht allgemein ein Parkplatzproblem in Würenlingen», bemängelt Geiger. Für das Mehrfamilienhaus an der Kellenäckerstrasse, in dem Geiger und sechs andere Parteien wohnen, gäbe es gerade einmal zwei Besucherparkplätze. Deswegen parkieren Besucher wie auch Anwohner regelmässig einfach auf der Strasse. Das führe dazu, dass Autofahrer beim Passieren der parkierten Fahrzeuge auf die gegenüberliegende Strassenseite ausweichen müssen. «Sogar der Schneepflug muss die abgestellten Autos umfahren», erzählt Geiger weiter. «Muss erst einmal etwas passieren, damit die Behörden reagieren», fragt er sich.

Auf Untersiggenthaler Boden sei seit längerem eine Tafel aufgestellt. Für maximal vier Stunden könne man auf den dortigen Parkplätzen parkieren. Wer sein Auto länger stehen lassen will, kann auf der Gemeindeverwaltung eine Parkkarte kaufen. «Die Mühlen auf Würenlinger Boden drehen hingegen zu langsam», findet Geiger. «Hier darf jeder parkieren, wie er will.»

Geiger selbst mietet jährlich einen Parkplatz, den er zu versteuern hat. «Da fühle ich mich doch wie der letzte Depp, wenn ich für meinen Parkplatz bezahle, während andere vor meiner Haustür gratis parkieren.»

Gemeinde weiss von nichts

Bereits mehrere Male schrieb der Würenlinger diesbezüglich eine E-Mail an die Gemeinde, erhielt bisher jedoch keine Antwort. Gemeindeammann André Zoppi weiss davon jedoch nichts: «Wir haben den Eingang solcher Mails erneut überprüft. Von einem Parkplatzproblem an der Kellenäckerstrasse haben wir keine Kenntnis.» Aus diesem Grund sei er über den Vorwurf sehr erstaunt. «Ich bin der Meinung, wir haben die Parkplatzsituation gut im Griff. Wir setzen uns regelmässig damit auseinander.» Auf öffentlichem Grund sei das Parkieren mit einer Parkkarte erlaubt. Diese kann für 40 Franken im Monat auf der Gemeindeverwaltung bezogen werden.

«Sind Autos ohne eine Parkkarte abgestellt, werden die Fahrzeugbesitzer zuerst ermahnt, dann gebüsst», sagt Zoppi. Mehrere Male pro Woche patrouilliere die Polizei, um die Situation im Überblick zu behalten. Momentan gäbe es an besagter Kellenäckerstrasse eine Baustelle, eine Tiefgarage werde umgebaut. «Hier handelt es sich nur um ein temporäres Problem, von dem die Gemeinde Kenntnis hat.»

«Vielleicht sind meine E-Mails irgendwo untergegangen», überlegt Geiger. Sein Anliegen soll jedoch nicht zur Makulatur verkommen: «Ich leite die E-Mails nun gerne an Herrn Zoppi persönlich weiter.»

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