Rekingen

Aargauer Wirt will TV-Sender 3+ verklagen

Seit dem Besuch des 3+-Restauranttesters Daniel Bumann in der «Krone» in Rekingen geht es dem Lokal schlechter als je zuvor. Jetzt hat der Wirt einen Anwalt eingeschaltet - er will verhindern, dass er im TV weiter vorgeführt wird.

«Frisches Gemüse» aus der Tiefkühlpackung, vorfabrizierter Hackbraten und Pizza aus dem Steamer - als der Walliser 18-Punkte-Koch Daniel Bumann im vergangenen Frühjahr die «Krone» in Rekingen besuchte, gefiel ihm gar nicht, was er da sah. Sein Urteil: «Das Gebotene ist schlicht ein Desaster. Ich spüre überhaupt keine Leidenschaft.»

Mehrere Tage verbrachte Restauranttester Bumann für den Privatsender 3+ beim ehemaligen Piloten und «Krone»-Wirt René Hiltbrand und versuchte, das Restaurant vor dem Totalabsturz zu bewahren - offensichtlich ohne Erfolg.

«Bumann hat uns kaputt gemacht»

Dass er Bumann engagiert hat, um seine Beiz auf Vordermann zu bringen, bezeichnet Hiltbrand heute als Fehler. Im «Blick» klagt er: «Daniel Bumann hat uns nicht geholfen, er hat uns kaputt gemacht. Seit Bumann haben wir kaum noch Gäste».

Aargauer Wirt will TV-Sender 3+ wegen Restauranttester Bumann verklagen

Aargauer Wirt will TV-Sender 3+ wegen Restauranttester Bumann verklagen

Die Schuld für das Ausbleiben der Gäste ortet Hiltbrand auch bei 3+: Denn der Privatsender strahlt die entsprechende Folge von «Bumann, der Restauranttester», die im vergangenen September erstmals gezeigt wurde, immer wieder aus.

Der Wirt nimmt sich einen Anwalt

«In der Sendung werden wir dargestellt, als seien wir zu nichts fähig», sagt Hiltbrand.

Mehrmals hat Hiltbrand 3+ gebeten, die Wiederholungen einzustellen. Vergeblich. Jetzt versucht es der erfolglose Wirt auf die harte Tour. Gemäss «Blick» hat er einen Anwalt eingeschaltet. Denn die Sendung, sagt Hiltbrand, «ist rufschädigend». (bau)

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