Boxen

Aargauer Box-Talent schlägt Gegner bei Profidebüt k.o.

Traumstart in die Profi-Karriere: Der Kleindöttinger Boxer Davide Faraci überzeugt vor 1000 Zuschauern im Berner Kursaal. Am traditionellen «Boxing Day» bezwingt er seinen Gegner aus Ungarn durch k.o. in der zweiten Runde.

Furioser Sieg für Davide Faraci bei seinem Debüt als Profiboxer: Der Kleindöttinger lässt es am traditionellen «Boxing Day» in Bern so richtig krachen und siegt nach einem von A bis Z überzeugenden Auftritt gegen Kristof Mate. Faraci fackelt nicht lange und schickt seinen ungarischen Widersacher im Halbschwergewicht bereits in der zweiten Runde nach 40 Sekunden mit einer satten Rechten auf die Bretter.

Doch der Reihe nach: Nachdem Faraci im Frühsommer zum zweiten Mal äusserst knapp die Olympia-Qualifikation verpasst hatte, ergriff der siebenfache Schweizer Meister die Flucht nach vorne und gab im Oktober den Wechsel zu den Profis bekannt. Der 25-Jährige zog für ein zweimonatiges Training nach Rom und bereitete sich inmitten der italienischen Box-Elite intensiv auf seine Feuertaufe vor. «Ich habe praktisch nur trainiert, gegessen und geschlafen», sagte der Italo-Schweizer, der von seinem neuen Coach Simone D’Alessandri optimal auf die Premiere eingestellt wurde.

Hier schlägt Davide Faraci in seinem ersten Profi-Kampf Gegner Kristof Mate k.o.

Blitzschnell und knallhart

Davide Faraci meditierte auf der Fahrt nach Bern. Dort hatte Box-Manager Daniel Hartmann einen imposanten Event auf die Beine gestellt. Das Resultat: Der Kursaal war am «Boxing Day» mit 1000 Zuschauern ausverkauft, die Ambiance ausgezeichnet. Faraci blieb jedoch fokussiert. Die neuen Handschuhe passten, zum ersten Mal boxte er «oben ohne» und liess mit seinem Modell-Körper keine Zweifel offen, dass er physisch bereit war.

Nach der ersten Runde, in der er in kluger, abwartender Haltung seinen Gegner studiert und seine Schwächen aufgespürt hatte, zeigte der 79 Kilogramm schwere Zurzibieter, dass er auch technisch auf der Höhe war: Faraci sah, wie Mate seine Linke weit unten hielt und traf ihn blitzschnell und knallhart mit seiner gefürchteten Rechten. Was für ein Treffer! Der Ungar ging sofort zu Boden, der Kampfrichter erklärte Faraci zum Sieger.

«Der Start von etwas Grossem»

Zu den ersten Gratulanten zählten Mutter Concetta, Bruder Antonio und Freundin Lidija. «Es ist wunderbar, dass ich mein Debüt in der Schweiz bestreiten konnte», meinte Faraci erleichtert. Auch seine Sponsoren, die den Beginn einer verheissungsvollen Profi-Karriere miterlebten, gratulierten und schossen Selfies. «Ich hoffe, dies ist der Start von etwas ganz Grossem.»

Faraci möchte in den kommenden Monaten in der Rangliste so weit nach oben steigen, dass er Ende 2017 um den italienischen Meistertitel im Halbschwergewicht kämpfen kann. «Ich bin hungrig. Von mir aus kann es nicht schnell genug gehen mit den nächsten Fights», sagt Faraci, der bereits in zwei Wochen wieder nach Italien fliegt, um sich für die nächsten Einsätze als Profiboxer vorzubereiten, die am 28. Januar in Rom und am 25. Februar in Glattbrugg über die Bühne gehen.

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