Mit dem Anfang 2013 rechtskräftig gewordenen Gestaltungsplan «Mittelschneisingen» ist der Grundstein für die Überbauung des Areals zwischen Schladstrasse und Dorfstrasse gelegt worden. Nun liegen die von einem Churer Planungsbüro für zwei verschiedene Bauherren ausgearbeiteten Pläne für eine Grossüberbauung auf der Gemeindekanzlei auf.

Das grössere Projekt der Swiss Equities AG in Zürich auf dem westlichen Teil des Areals sieht den Bau von 62 Wohnungen in sieben Mehrfamilienhäusern vor. Die Baukosten sind mit 31,696 Millionen Franken veranschlagt.

Das kleinere Projekt der Erbengemeinschaft Karl Weber im östlichen Teil des Areals beinhaltet 30 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Für den Bau dieser Häuser wird mit Kosten von 16,698 Millionen Franken gerechnet.

Die 11 Mehrfamilienhäuser respektive die Einstellhallen mit total 148 Abstellplätzen werden über zwei Zufahrten erschlossen. Für 9 Häuser erfolgt die Zufahrt über die Dorfstrasse; die Abstellplätze für zwei Mehrfamilienhäuser erfolgt über die Zufahrt zur Tiefgarage des Restaurants Leuehof.

Um die gesetzlich vorgeschriebenen Sichtweiten bei der Ein- und Ausfahrt zur Leuehof-Tiefgarage zu gewährleisten, sind kleinere bauliche Massnahmen erforderlich. Die Grossüberbauung im Schneisinger Mitteldorf wird mit der Fernwärme der Lehmann Holzbau AG beheizt. Die Bauherren rechnen damit, im Herbst 2014 mit den Arbeiten beginnen zu können.

Zuwachs kann verkraftet werden

Aktuell zählt Schneisingen 1350 Einwohner. Mit den 92 neuen Wohnungen steigt die Zahl um 200 auf 1550 Einwohner und die Zahl der Haushaltungen von 600 auf 750 an.

Gemeindeschreiber Beat Rohner ist überzeugt, dass der Bevölkerungszuwachs verkraftet werden kann und keine Engpässe bei der Gemeindeinfrastruktur entstehen: «Schule, Strassen und Werkleitungen sind so ausgelegt, dass der Zuwachs problemlos zu bewältigen ist.»