Region Belchen

70 statt 110 Feuerwehrleute

David Joho, Kommandant der Feuerwehr Fisibach-Kaiserstuhl (l.) und der Projektleiter Fusion, Rolf Schuhmacher, Offizier der Feuerwehr Siglistorf-Wislikofen, präsentieren das neue Logo. peter jacobi

David Joho, Kommandant der Feuerwehr Fisibach-Kaiserstuhl (l.) und der Projektleiter Fusion, Rolf Schuhmacher, Offizier der Feuerwehr Siglistorf-Wislikofen, präsentieren das neue Logo. peter jacobi

Fusion zur Feuerwehr Region Belchen wurde vorgestellt. Seit zwei Jahren arbeiten Vertreter der vier Gemeinden sowie der zwei Feuerwehren intensiv am Projekt.

Im Anderthalb-Stunden-Takt orientierten Projektleiter Rolf Schuhmacher, Feuerwehr Siglistorf-Wislikofen, und David Joho, Mitglied der Projektgruppe und Kommandant der Feuerwehr Fisibach-Kaiserstuhl, in Kaiserstuhl, Fisibach, Siglistorf und Wislikofen über den Stand der Fusion. Dabei gingen sie auf die aktuelle Situation sowie auf die Entwicklung und Planung der neuen Feuerwehr Region Belchen ein.

Die Initiative kam von den Offizieren der beiden bestehenden Feuerwehren, ausschlaggebend waren Engpässe im Kader und bei der Rekrutierung neuer Leute. Zusammen mit den Feuerwehrkommissionen der Gemeinden sind Detailfragen und an ein langfristiges Budget ausgearbeitet worden. Nun liegen die Verträge zur Unterschrift bereit. Für die kommenden Gemeindeversammlungen ist die Feuerwehrfusion traktandiert. Bei Zustimmung in allen vier Gemeinden werden die Korps 2013 zusammengelegt. Nachdem Einsatzkonzepte und Alarmdispositive erstellt sind, könnte die neue Feuerwehr am 1. Januar 2014 starten.

Rechnungsführung in Siglistorf

Aktuell haben die beiden Feuerwehren einen Bestand von 110 Personen. Die neue Feuerwehr Region Belchen wäre eine Feuerwehr der Grössenklasse 2 und benötigte einen Sollbestand von rund siebzig Leuten. Die bisherigen drei Standorte werden beibehalten, die Rechnungsführung liegt bei der Gemeinde Siglistorf. Dass das Interesse an den Informationsveranstaltungen vom vergangenen Samstag so klein war, werten die Projektgruppenmitglieder eher als positiv. Die wenigen Fragen zur Fusion betrafen denn auch weniger den Zusammenschluss als solchen, sondern vielmehr die Zukunft und die finanziellen Auswirkungen.

Dazu führten Rolf Schuhmacher und David Joho aus, dass das Projekt im Moment keine unmittelbaren Investitionen auslöse und damit der Zeitpunkt einer Fusion optimal sei. Die Betriebskosten pro Gemeinde reduzieren sich, offen sind noch die Anpassungskosten in den Jahren 2013 und 2014. «Für die nächsten zehn Jahre stehen dann einige Investitionen bei Ausrüstung und Fahrzeugen an, dabei verteilen sich die Kosten auf vier Gemeinden», blicken die Mitglieder der Projektgruppe voraus.

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