Im Jahr 1899 hatte der damalige Ammann Johann Schneider testamentarisch verfügt, dass aus seinem Nachlass ein Betrag von 1500 Franken in eine Stiftung mit dem Namen «Schneidersche’s Stipendium» ausgeschieden werden soll. Mit der Verwaltung wurde der Gemeinderat beauftragt. Das Stipendium sollte dazu dienen, dass arme, unbemittelte Bürgersöhne von Würenlingen, welche den Geschlechtsnamen Schneider führen, mit einem Lehrgeld zur Heranbildung von Handwerkern unterstützt werden können. Zur Verwendung gelangte jedoch nur der Zins des Stipendiums, wie es in einer Mitteilung heisst.

Betroffene können sich melden

Zwischenzeitlich sind die Gebühren höher als die Zinsen, was zu einem aktuellen Saldo von knapp 2600 Franken per Ende 2017 geführt hat. Da der Stiftungszweck seit mehreren Jahren nicht mehr erfüllt werde und keine Gesuche eingereicht wurden, zieht der Gemeinderat nun in Betracht, die Stiftung aufzulösen. Gleichzeitig wendet er sich an Verwandte des verstorbenen Testators Johann Schneider oder anderweitig betroffene Personen, die aufgefordert werden, sich bis 31. Oktober 2018 beim Gemeinderat Würenlingen schriftlich zu melden, falls sie gegen die Überführung des Stiftungsvermögens in die Gemeindefinanzen sind. (AZ)