Leuggern

23,7 Millionen auf einen Schlag: Nun senkt die Gmeind den Steuerfuss auf 107 Prozent

Das Stimmvolk in Leuggern nimmt das Steuergeschenk an. Die Einwohner können sich über tiefere Steuern freuen.

Jetzt ist es definitiv: Leuggern hat den Steuerfuss um 10 Prozentpunkte auf 107 Prozent gesenkt. Die 178 anwesenden von insgesamt 1435 Stimmbürgern haben das Budget 2020 an der Gemeindeversammlung vom Mittwoch ohne Gegenstimme angenommen. Die Steuersenkung wurde aufgrund eines ausserordentlichen Steuerertrages von 23,7 Millionen Franken möglich.

Auf die Frage, von wem die Sondersteuer stammt, sagte Gemeindeammann Stefan Widmer vor rund zwei Wochen zu dieser Zeitung: «Von einer natürlichen Person, wegen eines ausserordentlichen Ereignisses.»

Aufgrund des Persönlichkeitsschutzes durfte er keine weiteren Angaben zur Herkunft des Sondersteuerertrages machen. Möglich mache die Steuersenkung nicht in erster Linie der einmalige Geldsegen, sondern vielmehr die nun allgemein jährlich zu erwartenden Steuereinnahmen, sagte Widmer weiter.

Die Kehrseite der Medaille: Leuggern hat bisher jährlich netto rund 400'000 bis 500'000 Franken aus den kantonalen Finanz- und Lastenausgleich erhalten. Aufgrund der ausserordentlichen Sondersteuern rechnet der Gemeinderat jetzt aber mit 4,5 Millionen Franken, die in den Jahren 2021 bis 2023 einbezahlt werden müssen. Deshalb mussten die Leuggemer an der Wintergmeind auch über die Rückstellung dieses Betrages befinden. Dieser Antrag wurde ebenfalls ohne Gegenstimme angenommen.

Sanierung der Bezirksschule

Keine Gegenstimme gab es auch beim Kredit über 1,75 Millionen Franken für die Sanierung der Bezirksschule, sofern dieser Oberstufenstandort bestehen bleibt. Mit 172 Ja-Stimmen zu 1 Gegen-Stimme bei fünf Enthaltungen genehmigten die Stimmbürger einen Verpflichtungskredit über 170'000 Franken für die Einführung und die Umsetzung des Fachs Medien und Informatik an der Primarschule.

Etwas knapper fiel die Entscheidung für den Verpflichtungskredit für die Sanierung der Fussgängerpasserelle im Ortsteil Felsenau aus: Mit 130 Ja- gegenüber 15 Nein-Stimmen wurde der Antrag der Gemeinde angenommen.

Nein zu Kompetenzsumme

Abgelehnt mit 101 Nein- gegenüber 55 Ja-Stimmen und 22 Enthaltungen wurde vom Volk hingegen die Anpassung der Gemeindeordnung und damit auch der zuvor angenommen Abänderungsantrag. Der Gemeinderat wollte die Kompetenzsumme bei Liegenschaftskäufen und -verkäufen anpassen. (sga)

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