Die Einwände und die Kritik nach der letzten Infoveranstaltung zur Ostumfahrung von Bad Zurzach wurden erhört. An der Variante «hoch offen überdeckt» wurde noch gefeilt: Der Kanton hat sich über die Bücher gemacht und gestern wurde die optimierte Variante präsentiert. Franz Nebel, Gemeindeammann von Bad Zurzach, Beat von Arx, Projektleiter des Kantons, und Gemeinderat Reto Fuchs erklären die Neuerungen am Modell im Gemeindehaus: «Der Tunnel soll um 100 Meter verlängert werden», sagt von Arx. Das führe zu einem verbesserten Lärmschutz im Bereich Neubergstrasse.

Tunnel entlastet Anwohner

«Damit sind etwa 200 Anwohner direkt vom Lärm entlastet», sagt Nebel. Die Verlängerung des Tunnels auf total 290 Meter soll 2 Mio. Franken mehr kosten. Verglichen mit den Gesamtkosten von knapp 50 Mio.Franken, sei das nicht viel. Die bisher favorisierte Variante «hoch offen überdeckt» hatte im ruhigen Wohnquartier zwischen Breitestrasse und Neubergstrasse zu Unruhe geführt. Vorgesehen war ein Tunnel ab Breitestrasse bis kurz nach der Beckenmoosstrasse. Die Tunneleinfahrt bzw. -ausfahrt war unmittelbar neben dem gelben Wohnblock (kleines Bild) geplant gewesen.

Eine mit Lärmschutzwänden und Stützmauern versehene Strasse hätte dann hangaufwärts geführt. Auf der rege benutzten Internetseite  wird die Variante als «untauglich», «schlecht» oder «enttäuschend» beschrieben. Sicherheitsabklärungen am Hang Die Diskussion um die 10 Prozent Steigung am Hang (kleines Bild, links vom weissen Haus) verändert sich mit dem verlängerten Tunnel: Neu ist die kritisierte Steigung im Tunnel. Hier gibt es noch Sicherheitsprobleme: Tunnel, Steigung und Kurve in einem. «Betreffend Sicherheit und Lärmschutz werden noch einige Abklärungen gemacht», sagt von Arx.

Die Feinoptimierungen brauchen

Zeit, so von Arx, in 2 bis 3 Wochen könne man wieder mehr sagen. Wie gehts weiter? Bis Ende Jahr soll ein generelles Projekt vorliegen. Ziel ist, dass dieses im März im Grossrat behandelt wird. Der Gemeinderat möchte künftig in regelmässigen Abständen informieren. Ab Montag kann man das optimierte Modell im Gemeindehaus betrachten.

Infoveranstaltung Do, 28. Oktober, 19.30 Uhr, Gemeindezentrum Langwies.