Würenlingen

«100 Jahre Zementi»: Alt Ammann Schneider ist unter Buchautoren gegangen

Alt Gemeindeammann und Ehrenbürger Arthur Schneider hat ein Buch herausgegeben mit dem Titel «100 Jahre Zementi».

Alt Gemeindeammann und Ehrenbürger Arthur Schneider hat ein Buch herausgegeben mit dem Titel «100 Jahre Zementi».

Arthur Schneider war 40 Jahre Mitglied des Gemeinderates und erlebte die Entwicklung des Zementwerks hautnah mit. Nun hat er ein Buch herausgegeben mit dem Titel: «100 Jahr Zementi».

480 Seiten umfasst das Werk von Arthur Schneider (72), in dem die Zeit von der Werkgründung bis heute nachvollzogen wird. «Das Buch soll Erinnerungen wecken, Denkanstösse vermitteln und an vergangene Zeiten und an die mit der ‹Zementi› verbundenen Persönlichkeiten erinnern», schreibt alt Gemeindeammann und Ehrenbürger Arthur Schneider in seinem Vorwort.

Sein Werk sei auch ein Stück Würenlinger Geschichte. Standortgemeinde und Zementwerk würden eine Schicksalsgemeinschaft bilden, die auf den Säulen der Akzeptanz, der Toleranz und der gegenseitigen Unterstützung stehe.

Neue Brennstoffe

Thematisiert werden in Schneiders Buch die unterschiedlichsten Bereiche im Zusammenhang mit dem Portland-Cement-Werk Würenlingen-Siggenthal: Der Bogen reicht vom ausführlichen Interview mit dem langjährigen Besitzer Franz Wassmer über den Wechsel vom Steinbruch «Bärengraben» hinüber zum Gabenkopf bei Villigen bis hin zur Rolle der Gastarbeiter im Unternehmen.

Erwähnt werden auch die Staubprobleme, der Verkauf an die Holcim-Gruppe und die Verwendung neuer Brennstoffe bei der Zementherstellung.

Neben den grossen Ereignissen wie dem 75-Jahr-Jubiläum 1988 und dem Erreichen der Wegmarke «20 Millionen Tonnen in Würenlingen produzierter Zement» am 24. Mai 1989 werden auch Geschichten erzählt, die nur am Rande mit der Zementproduktion zu tun haben, aber doch amüsant zu lesen sind.

Dazu gehören die aufsehenerregenden Funde einer zirka 140 Millionen Jahre alten, zweischaligen Meeresmuschel sowie der Fund eines Zahnrests und eines Zahnabdrucks eines Plesiosauriers im Steinbruch Villigen, die Einquartierung einer Hasenzucht eines Mitarbeiters in den Stallungen der PCW sowie die Gestaltung des mächtigen Zementsilos durch die 5. Primarklasse der Schule Würenlingen. Blaue Flächen formen ein Gesicht mit markanter Nase und einem Anflug eines Lächelns, das auch heute noch die Bevölkerung von Würenlingen und die Passanten erfreut.

Die Gestaltung des Zementsilos sei nicht nur eine visuelle Bereicherung für das Werk, schrieb der damalige Vorsitzende der Geschäftsleitung der Holcim Schweiz AG, Kaspar E. A. Wenger in einem im Buch abgedruckten Dankesschreiben. Damit werde auch die Offenheit der Holcim und die Zugehörigkeit des Zementwerks zu seiner Standortgemeinde symbolisiert.

Über Jahrzehnte gesammelt

Die Dokumente für sein Buch habe er im Laufe der letzten 40 Jahre zusammengetragen, sagt Arthur Schneider. Zusätzliche Unterlagen, Dokumente und Fotos seien ihm von ehemaligen Mitarbeitern der «Zementi» zugänglich gemacht worden.

«100 Jahr Zementi» (SBN 978-3-033-04365-7) kann bestellt werden über arthur.schneider@ruedersaege.ch.

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