Spitalverein

10 Millionen sind bewilligt: Spital Leuggern baut Notfallstation aus

Das Sockelgeschoss des Spitals Leuggern soll erweitert werden (roter Teil). Visualisierung: zvg

Das Sockelgeschoss des Spitals Leuggern soll erweitert werden (roter Teil). Visualisierung: zvg

Der Spitalverein hat weitere 10,2 Millionen Franken für die Erweiterung und Sanierung des Akutspitals bewilligt.

«Wir glauben daran, dass auch in 20 oder 30 Jahren noch im Spital Leuggern medizinische Topleistungen erbracht werden können», sagte Andreas Edelmann, der Präsident des Spitalvereins Leuggern, am Mittwoch an einer ausserordentlichen Generalversammlung des Vereins. «Dazu braucht es Ärzte und eine Belegschaft, ein motiviertes Team, wie in den letzten 20 Jahren, aber auch eine Infrastruktur.» Dafür sei der Spitalverein zuständig. «Als positive Optimisten sind wir überzeugt, dass wir die Herausforderungen der Spitallandschaft auch in Leuggern meistern werden.»

Dieser positive Optimismus kommt auch in den 30 Millionen Franken zum Ausdruck, die der Spitalverein in den Neubau des Pflegeheims, des Werkhofes für die Technischen Dienste des Spitals und in die Erweiterung, Optimierung und Sanierung des Akutspitals investiert. Weitere 7 Millionen Franken investiert die Asana-Gruppe. Inzwischen ist der Werkhof in Betrieb und das neue Pflegeheim im Bau. Nachdem der Spitalverein bereits Kredite im Umfang von 19,8 Millionen Franken bewilligt hatte, ging es an der ausserordentlichen Generalversammlung um einen Zusatzkredit von 10,2 Millionen Franken für das Akutspital.

9000 Patienten pro Jahr im Notfall

«Unser Hauptanliegen», so Andreas Edelmann, «ist die Sicherung der umfassenden ambulanten und stationären Grundversorgung für die Bevölkerung des Zurzibietes und der angrenzenden Regionen.» Das erfordere neben einer hohen Qualität der Leistungen bestimmte Fallzahlen.

Das Asana-Spital in Leuggern.

Das Asana-Spital in Leuggern.

  

Die Infrastruktur des Akutspitals müsse auf diese Erfordernisse ausgerichtet werden. Zudem sind Auflagen der Spitalliste 2020 zu erfüllen. So die Forderung nach neuen Diagnostikgeräten (CT) oder nach einer Überwachungsstation (IMC). Im Wesentlichen sieht das Erweiterungs- und Sanierungsprojektes den Ausbau der Notfallstation vor. In der bestehenden Station, die auf jährlich 3000 Fälle ausgelegt ist, werden heute 9000 Fälle betreut. Zudem sollen effiziente Strukturen im ambulanten Bereich sowie räumliche Kapazitäten für eine Radiologie-Abteilung geschaffen werden. Die Geburtsabteilung soll qualitative Verbesserungen erfahren. Und schliesslich sollen die Stationszimmer saniert werden.

Kernstück des Projektes ist ein Anbau. Dabei wird das Sockelgeschoss verlängert. «Drei Viertel des Anbaues werden durch die Radiologie in Anspruch genommen», erklärte Spitaldirektor René Huber. Im Anbau könnte auch eine MRI-Anlage des Kantonsspitals Baden (KSB) installiert werden. Mit dem KSB besteht in der Radiologie eine gute Zusammenarbeit. Der Anbau ermöglicht zudem, die Tagesklinik näher an die Operationssäle zu platzieren. «Schlanker geht es nicht», so dazu René Huber. «Angesichts der Tarife für ambulante Eingriffe ist Effizienz unabdingbar.» Nach dem Bezug des neuen Pflegeheims werden Räume für die Geburtsabteilung frei. «Die Geburtsabteilung wird aufgewertet», sagte René Huber. Es wird nicht nur einen weiteren Gebärsaal geben, sondern auch zusätzliche Zimmer sowie einen Aufenthaltsraum. Möglich werden auch weitere Familienzimmer. «Wir sind überzeugt, dass wir das Richtige tun», betonte René Huber zum Ausbau des Akutspitals.

Diese Ansicht wird von den Mitgliedern des Spitalvereins und den Vertretern der Gemeinden offensichtlich geteilt. Sie hiessen jedenfalls ohne Gegenstimmen das Projekt und den Kredit von 10,2 Millionen Franken gut.

Leuggern in 24 Bildern:

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