Verkehr
Zahl der Verkehrstoten im Aargau auf historisches Tief gesunken

Auf den Aargauer Strassen sind im vergangenen Jahr zwölf Menschen ums Leben gekommen. Dies sind acht Todesopfer weniger als im Vorjahr und entspricht einem historischen Tiefstwert.

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Noch nie so wenig Verkehrstote im Aargau.

Noch nie so wenig Verkehrstote im Aargau.

Keystone

Fünf tödliche Unfälle waren im Jahr 2010 auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen, wie Rudolf Scherrer, Abteilungschef der Mobilen Einsatzpolizei am Freitag vor den Medien in Aarau sagte. Eigentliche Raserunfälle habe es aber nicht gegeben.

Drei der tödlichen Unfälle wurden von 20- bis 24-Jährigen verursacht. Eine Person starb infolge eines Unfalls auf dem Fussgängerstreifen. Auf Zebrastreifen kam es insgesamt zu 151 Unfällen.

Auf den Autobahnen geschahen keine tödlichen Unfälle. In 227 Fällen waren die Autofahrer angetrunken, ebenfalls häufig verzeichnete die Polizei Übermüdung, Drogeneinfluss oder medizinische Gründe.

Bei 756 Unfällen hatte der Verursacher den Vortritt missachtet. Wegen nicht angepasster Geschwindigkeit kam es zu 650 und wegen zu nahem Auffahren zu 524 Unfällen. Die Polizei entzog insgesamt 4516 Autolenkern den Führerausweis - 97 mehr als im Vorjahr.

Die Polizei machte 1836 Verkehrskontrollen. Der schnellste Lenker auf der Autobahn wurde mit Tempo 215 gemessen, der schnellste ausserorts mit 180 km/h.

Beim Schwerverkehr wurden 2472 in- und ausländische Fahrzeuge kontrolliert. Dabei kam es zu insgesamt 572 Anzeigen, 174 davon wegen Missachtung von Arbeits- und Ruhezeitvorschriften.