Zetzwil
Zwei Schürmatt-Bewohner gestalten ein Märchenbuch

Isabelle Meier und Andreas Meyer sind zu Recht stolz auf ihr Werk. Die beiden Bewohner der Stiftung Schürmann haben ein Bilderbuch geschrieben und gezeichnet.

Peter Siegrist
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Isabelle Meier und Andy Meyer haben gemeinsam ein Bilderbuch gestaltet.

Isabelle Meier und Andy Meyer haben gemeinsam ein Bilderbuch gestaltet.

Peter Siegrist

«Lisa und Moppel» ist ein Märchenbuch und erzählt die Geschichte von zwei Elfen, die sich in einem prunkvollen Königsschloss treffen und gemeinsam gegen das Böse kämpfen. Ausgedacht hat sich dieses Märchen Andreas Meyer, Mitglied der Wohngruppe 24 der Stiftung Schürmatt in Zetzwil.

Eine Märchengeschichte ruft geradezu nach Bildern. Diese hat Isabelle Meier gestaltet. Auch sie wohnt auf der Wohngruppe 24. Die beiden Klienten haben über ein Jahr intensiv an diesem Buchprojekt gearbeitet. Isabelle hat sich ein Märchen gewünscht, «zum Zeichnen brauchte ich etwas Farbenfrohes.» Und Andy Meyer entschied sich für eine Elfengeschichte. «Als ich an meinem PC mit dem Schreiben angefangen habe», sagt Andy, «da war der Ausgang der Geschichte noch nicht ganz klar.» Vieles habe sich während des Schreibens ergeben. Schwierig sei gewesen, die Übersicht über die Handlung zu behalten, erklärt der Autor, die Gefahr von Verdoppelungen habe immer bestanden. «Und dann musste ich dafür sorgen, dass die Handlung nicht zu schnell zu Ende geht, wir wollten ja ein Buch machen.»

Isabelle Meier hat jeweils die neuen Abschnitte der Geschichte gelesen und dann mit Andy Meyer festgelegt, welche Szene als Bild gestaltet werden soll. Die Originalzeichnungen hat sie im Format A4 mit Farbstift gestaltet. Dabei sind Zeichnungen entstanden, die durch satte Farben und eine sorgfältige Malweise auffallen. Die beiden Klienten arbeiten in der Schürmatt, und sie haben ihr Projekt während ihrer Freizeit vorangetrieben und abgeschlossen.

Gruppenleiter Ueli Buhofer sagt, dass er bei den Menschen, die er im Wohnen begleite, immer auf der Suche nach Talenten sei. Die Herausgabe dieses Buches sei für die Zeichnerin und den Erzähler der Abschluss von einer Kette von Entwicklungsschritten. Er habe die beiden in einer schwierigen Lebensphase kennen gelernt. «Und jetzt ist es beiden gelungen, dank ihren
Talenten und künstlerischen Fähigkeiten eine positive Lebensqualität zurückzugewinnen.» So sei dieses Märchenbuch ein sichtbares Zeichen von neuem Selbstbewusstsein. Aus dem gemeinsamen Tun hätten die beiden Freundschaft und Sicherheit gewinnen können.

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