Menziken
Zwei Geschäfte warfen an der Menziker Gmeind Fragen auf

Trotz kritischer Bemerkungen und Fragen folgten am Ende die meisten der 94 (von 3013) anwesenden Menziker Stimmberechtigten den Anträgen des Gemeinderats.

Peter Weingartner
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Visualisierung der geplanten Wohnsiedlung. Auch die Natur soll auf dem Areal ihren Platz behalten.

Visualisierung der geplanten Wohnsiedlung. Auch die Natur soll auf dem Areal ihren Platz behalten.

zvg

Dass eine Pensionskasse mit 52 aktiven und 25 pensionierten Mitgliedern nicht zu halten ist, zumal die Vorschriften unter anderem besagen, dass sie sich verselbstständigen muss und nicht mehr von der Gemeindeverwaltung geführt werden darf, leuchtete allen ein. Aber ist die Aargauischen Pensionskasse (APK) die richtige Wahl? Hans Rudolf Trachsel, ehemaliger Gemeinderat, bezweifelt das, zumal die Angestellten der EWS Energie AG Reinach sich vor Jahren für eine Kasse entschieden hätten mit höherem Deckungsgrad und mehr Versicherten. Die Versammlung stimmte der Auflösung der Pensionskasse der Gemeinde Menziken mit grossem Mehr zu. Die Versicherten hatten sich mit 46 gegen 0 Stimmen für den Beitritt zur APK entschieden.

9262 Quadratmeter Bauland im Hamburg-Areal, grösstenteils seit 1865 in Gemeindebesitz, werden verkauft. In vier Mehrfamilienhäusern sollen 76 neue Wohnungen entstehen. Braucht Menziken diese Wohnungen? In diese Richtung zielte Madeleine Staublis Frage nach dem Leerwohnungsbestand. 2012 habe er 56 Wohnungen betragen, sagte Gemeinderat Jürg Rubin, wobei es sich dabei um «mehrheitlich Altbauwohnungen» handle. Die Visualisierung der Bauherrschaft zeigt sechsstöckige Bauten, und dies in der Wohn- und Gewerbezone 4. Rubin klärte auf: Ab 5000 Quadratmetern Arealgrösse könne man gemäss Bau- und Nutzungsordnung einen Stock höher bauen und zusätzlich Attikawohnungen errichten. Was einer Gesamthöhe von etwa 13 Metern entspreche.

Im Gemeindebesitz bleiben die drei Teiche und die Hecke, zu deren Pflege auch die Strasse der neuen Überbauung benützt werden dürfen. Bei einem Quadratmeterpreis von 360 Franken erhält Menziken für das Areal rund 3,3 Millionen Franken. Auch hier stimmte der Souverän mit grossem Mehr zu.

Unter Verschiedenes und Umfrage wollte Kurt Heiz wissen, was am Osthang bezüglich Hangwasser vorgesehen sei. Gemeindeammann Annette Heuberger verwies auf eine Beurteilung der Situation durch eine Fachstelle der Liebegg. Eine Entwässerung des Gebiets sei aufgegleist. Applaus erhielt der Gemeinnützige Frauenverein: Er hat die Gemeinde mit einer Schenkung bedacht - zweckgebunden für eine Kindertagesstätte.

Diskussionslos passierten die anderen Geschäfte: Rechnung 2012 mit einem Gewinn von 260000 Franken, Kreditabrechnung Sanierung Kanalisation Bodenfeld/Sonnmatt, Festsetzung der Entschädigung an die Mitglieder des Gemeinderats, neue Leistungsvereinbarung zwischen Spitexverein Menziken Burg und den Gemeinden Menziken und Burg. Auch das Ausbau- und Sanierungsprojekt der Ara Reinach mit Bruttobaukosten von knapp 32 Millionen Franken und einem Anteil von rund 8 Millionen, die auf Menziken entfallen, war unbestritten.