Unterkulm
Zwei Abfallsünder erhielten in Unterkulm eine Lektion

Zwei Personen entsorgten ihren Müll illegal und wurden erwischt. Sie erhielten eine Busse. Dabei setzt sich die Gemeinde seit Jahren für ein sauberes Abfallkonzept ein. In Kölliken wurden ebenfalls zwei Abfallsünder zur Kasse gebeten.

Barbara Vogt
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Dieser Abfalleimer mit dem augenfälligen Spruch steht in Unterkulm.

Dieser Abfalleimer mit dem augenfälligen Spruch steht in Unterkulm.

Peter Siegrist

Zwar war die Busse von 100 respektive 300 Franken in Unterkulm nicht hoch, eine Lehre dürfte sie den Übeltätern trotzdem gewesen sein. Denn die Strafe soll dazu führen, dass der eigene Abfall künftig zu Haus entsorgt werde, sagt Gemeindeschreiber Beat Baumann.

Dem Gemeinderat geht es primär jedoch nicht um das Bussengeld, sondern um das Verantwortungsgefühl der Betroffenen: «Abfall illlegal zu entsorgen, geht über ein Kavaliersdelikt hinaus. Es ist inakzeptabel», sagt er. Solche Fälle würden in der Gemeinde sehr wohl registriert werden. «Wirft jemand etwas fort, schauen wir hin.»

Die zwei Personen haben ihren Abfall auf dem Zentrumsplatz und auf dem Böhler entsorgt. Erstere soll ihren Müll, in Säckchen verpackt, in regelmässigen Abständen beim Zentrumsplatz in einen Abfalleimer geworfen haben. Bei ihrer Tätigkeit, die sie vorzugsweise morgens ausführte, wurde sie jedoch beobachtet und dem Gemeinderat gemeldet.

Die zweite Person, die schon einmal wegen eines Litteringvorfalls gebüsst worden war, entsorgte ihren Abfall elegant auf dem Böhler, das heisst zwischen Unterkulm und Schöftland. Sie warf ihre Säckli, gestopft mit Katzenfutterbüchsli und anderem Unrat, vom Auto aus ins Grüne. Doch auch diese Person wurde von Anwohnern beobachtet und gemeldet.

Littering sei nicht nur in Unterkulm ein Problem, alle Gemeinden seien davon betroffen, sagt der Gemeindeschreiber. In Unterkulm geht man die Problematik seit Jahren aktiv an: 2011 wurde eine Litteringkommission ins Leben gerufen, die regelmässig Aktionen für Kinder und Erwachsene durchführt. Es gibt Fötzeli- und Sammeltage, Besuche in der ARA, abfallfreie Zonen oder Abfalleimer mit augenfälligen Sprüchen. Seit neustem gibts den Entsorgungskalender in drei Sprachen (türkisch, serbokroatisch und albanisch) übersetzt. Beat Baumann fällt auf, dass sich das Verhalten der Leute nach jeder Veranstaltung verbessere. «Seit wir uns im Dorf mit Littering befassen, hat sich eine positive Dynamik entwickelt.»

Auch in Kölliken wurden zwei Abfallsünder gebüsst: Eine Einwohnerin schmiss ihren Müll ohne Gebührenmarke in einen öffentlichen Abfalleimer. Eine auswärtige Person entsorgte ihren Kehricht ebenso ohne Gebührenmarke in Kölliken. Nach dem Motto: «Aus den Augen, aus dem Sinn».