In Staffelbach wächst die Bevölkerung. Die 52 Wohnungen des neuen Quartiers «Im Oberfeldpark» (in Anlehnung an die Aargauer Telli-Hochhäuser «Staumauer» genannt) sind zum Grossteil vermietet bzw. verkauft. Doch obwohl mehr Steuerzahler nach Staffelbach ziehen, hat die Gemeindekasse davon noch nicht viel gespürt. «Das Bevölkerungswachstum hat sich noch nicht wie erhofft auf die Steuereinnahmen ausgewirkt», heisst es in der Botschaft zur Gemeindeversammlung vom 30. November.

Der Gemeinderat möchte nun, dass die Staffelbacher tiefer in die Taschen greifen: Er beantragt, den Steuerfuss von 114 auf 119 Prozent anzuheben. Auch mit dieser Massnahme kann für 2019 kein ausgeglichenes Budget präsentiert werden. Die budgetierten 161 517 Franken Verlust sind nur leicht über dem Budget 2018 (-185'300 Franken). Neben den ausgebliebenen Steuereinkünften sind höhere Kosten bei den Posten Gesundheit und Soziales verantwortlich für den Verlust. «Im Sozialbereich sind die Kosten erheblich gestiegen. Tendenziell ist mit einer weiteren Steigerung zu rechnen», heisst es in der Botschaft.

Voraussetzung für Überbauung

Staffelbach wird noch weiter wachsen. Der Ankenberg soll für ein neues Quartier erschlossen werden. Mehrere Zweifamilienhäuser sollen am Hang zu stehen kommen (Aufgrund der Topografie ist eine Bebauung mit Einfamilienhäusern nicht zweckmässig). Die Gemeindeversammlung soll mit dem Ja zur Teilrevision Nutzungsplanung die Erschliessung ermöglichen. Die entsprechenden Unterlagen (Teilrevision Nutzungsplanung und Gestaltungsplan) liegen bis zum 19. November öffentlich auf. Unterhalb der Tierklinik 24 soll die Grenze zwischen Wohnzone und der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (ÖBA) besser mit den Parzellengrenzen übereinstimmen. Das zu erschliessende Gebiet liegt nach der Änderung ganz in der Wohnzone. Der Flurweg, der auf den Ankenberg führt und zum Erschliessungsweg ausgebaut werden soll, liegt jetzt in der Landwirtschaftszone, nach der Teiländerung in der Wohnzone.

Auch Geld soll die Gmeind sprechen. Für ein neues Pikettfahrzeug der Regiowehr Suhrental wird ein Kredit von 79 098 Franken (Anteil Staffelbach) beantragt. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf 480 178 Franken.

Der Ortsbürgergemeinde wird beantragt, den Forstreservefonds in einen Waldfonds zu überführen. Am 1. Januar tritt die Änderung des Ortsbürgergemeindegesetzes in Kraft, durch die die Pflicht zum Forstreservefonds aufgehoben wird. Die Ortsbürgergemeinde mit der Einwohnergemeinde zusammenzulegen, ist für den Gemeinderat gemäss Botschaft zur Gmeind keine Option. Dies, obwohl dieser Schritt wegen der «zunehmend schwierigen Finanzierung der Waldungen» oft gemacht werde. Er schreibt: «Der Gemeinderat Staffelbach ist überzeugt, dass die Ortsbürgergemeinde weiterhin ihre Berechtigung hat.»

Weiter sollen die Ortsbürger grünes Licht geben, Verkaufsabklärungen zum in die Jahre gekommenen «Mutschlihaus» bei der Abzweigung Bohlistrasse/Schwarzhausen zu machen.