Attelwil
Zu wenig Rückhalt für geplantes Gemüsezentrum

Die Firma Trachsel Früchte Gemüse aus Brittnau darf definitiv kein neues Verteilzentrum in Attelwil bauen. Der Gemeinderat teilte am Mittwoch mit, die für einen nötige Umzonung von Landwirtschaftsland hätte «kaum Aussicht auf Erfolg».

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Manuela Forster mit Tomaten und Patrick Forster mit Staffelbacher Fenchel in ihrem Frucht- und Gemüseverteilzentrum in Brittnau (Archiv)

Manuela Forster mit Tomaten und Patrick Forster mit Staffelbacher Fenchel in ihrem Frucht- und Gemüseverteilzentrum in Brittnau (Archiv)

Chris Iseli

Der Attelwiler Patrick Forster wollte mit seiner Trachsel Fruchtimporte AG in seine Wohngemeinde umziehen. In Attelwil sollte auf einer Hektare Land, gegenüber der Flückiger Holz AG, ein Gebäude von 50 Metern Länge, 40 Metern Breite und 7 Metern Höhe entstehen. Forster beschäftigt 85 Mitarbeiter.

Der Gemeinderat habe sich «grundsätzlich offen» gezeigt, und auch die Grundeigentümerin habe «grundsätzlich ihre Bereitschaft signalisiert», schreibt die Behörde. Eine Umzonung hätte im Zug der laufenden Revision der Bau- und Nutzungsplanung an die Hand genommen werden können.

Nur: Das regionale Entwicklungskonzept für das Suhrental schreibt vor, neue Gewerbegebiete vorzugsweise in der Nähe von Autobahnzufahrten zu legen. Attelwil liegt mehrere Kilometer südlich vom Anschluss Aarau West. Also sicherte sich der Gemeinderat beim Kanton ab, und dieser beschied der Behörde, eine Ausnahme-Einzonung habe nur eine Chance, wenn das Bauprojekt in der Bevölkerung einen starken Rückhalt geniesse. Und dieser ist im Fall des Verteilzentrums nicht gegeben, wie der Gemeinderat aufgrund einer Umfrage weiss. Die Ablehnung wegen zusätzlicher Immissionen eines 24-Stunden-Betriebs sei so deutlich, dass das Projekt nicht weiterverfolgt werde, so die Behörde. (az)

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