«Schnetz ond Dronder» wurden am Samstagabend in der Mehrzweckhalle Gontenschwil serviert. Auf dem Teller? Selbstverständlich, aber nicht nur. Als Kochsendung? Ja. Doch es gab das Gericht auch als musikalischen Hauptgang. Die Musikgesellschaft hatte für ihr Jahreskonzert auf das altbekannte Rezept zurückgegriffen. Wie die Speise, so bestanden die Musikvorträge aus unterschiedlichsten Zutaten. Mit «Edelweiss» stand ein Marsch auf dem Programm und «La Golondrina», ein mexikanisches Heimatlied, wurde ebenso serviert wie «Euphoria», das Eurovisions-Siegerlied aus dem Jahr 2012.

Den Köchen in die Töpfe geschaut

Die Gontenschwiler Musikanten spielten unter der Leitung von Didi Würgler, der als Co-Moderator auch durch das Programm führte. Er assistierte selbst bei der kulinarischen Zubereitung von «Schnetz ond Dronder», die in einer eingespielten Kochsendung gezeigt wurde.

Das Konzert endete mit Swissness: «Ewigi Liäbi», «Polo’s Best» und «Mein Herz» von Beatrice Egli setzten heimatliche Pop- und Schlagerklänge auf die musikalische Menükarte.

In Cowboyhüten traten die Jungmusikanten unter der Leitung von Francesco Bettamin auf und spielten «The Little Brown Jug» und «Ghostrider». Caroline Leutwyler sang «Country Roads» und Daria Brunner spielte den «Mexican Hat Dance» als Solo.

Süsser Schlaf und saure Klienten

«Süess-Suur» war die logische Fortsetzung des Unterhaltungsprogramms. Der Einakter von Hanna Frey, die selbst im Publikum sass, brachte das Publikum mit witzigen Dialogen zum Lachen. Zum ersten Mal führte Peter Leutwyler Regie und stand neben Martin Härri, Annelies Schöni und Werner Hofer gleich selber auf der Bühne. Inhalt war die kuriose Geschichte eines Lebensberaters, der der Schlaf- statt Migränetabletten geschluckt hatte, und welcher die Behandlung seiner Patienten der Aushilfsputzfrau überlassen musste. Es kam auch zum Nachbarschaftsstreit mit einem Älpler, sodass die Fetzen flogen und sogar Blut floss.