Region Zofingen
Zofingenregio stellt das eigene Regionsmarketing ein

Nicht mehr alle Kerngemeinden wollen gemeinsam für den Standort Zofingen werben. Markus Müller, der mit grossem Engagement den Marketingbereich aufgebaut und geleitet hat, wurde bereits vor einigen Wochen gekündigt.

Beat Kirchhofer
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Immer wieder zeigte zofingenregio marketing die Vorzüge der Region mit kreativen Werbeideen auf. So ging ein grüner Stuhl auf seine Wanderschaft durch die Wohn- und Freizeitregion (hier in Rothrist).rzm

Immer wieder zeigte zofingenregio marketing die Vorzüge der Region mit kreativen Werbeideen auf. So ging ein grüner Stuhl auf seine Wanderschaft durch die Wohn- und Freizeitregion (hier in Rothrist).rzm

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Was sich seit längerem abgezeichnet hat, ist eingetreten. Der Regionalverband Zofingenregio wird die Dienstleistung «Regionsmarketing» im Jahr 2014 nicht mehr anbieten.

Markus Müller, der mit grossem Engagement den Marketingbereich aufgebaut und geleitet hat, wurde bereits vor einigen Wochen gekündigt.

Die Austritte der vier Kerngemeinden Aarburg, Oftringen, Rothrist und Zofingen aus dem regionalen Vormundschaftsdienst sowie die Kündigungen der Gemeinden Rothrist, Aarburg, Strengelbach und Safenwil bei der Verbandsaufgabe Regionsmarketing hätten bereits im Jahr 2011 eine grundsätzliche Diskussion über die Art der zukünftigen Zusammenarbeit in der Region Zofingen ausgelöst, heisst es in einer Medienmitteilung des Regionalverbands.

Auch keine reduzierte Lösung

Als Resultat sei für den Bereich Regionsmarketing vorgeschlagen worden, mit einem reduzierten Umfang die wichtige Präsenz der Region bei Wirtschaft und Gewerbe zu erfüllen und zudem weiterhin einen aktuellen Internet-Auftritt sicherzustellen.

Die Geschichte

Der Verein Vision Region Zofingen hat in den Jahren 2000 bis 2002 ein regionales Entwicklungskonzept geschaffen, an dem Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur mitgearbeitet haben. Basierend darauf haben sich die meisten Gemeinden in der Region Zofingen entschieden, mit einem gemeinsamen Marketing auf ihren Standort mitten in der Schweiz aufmerksam zu machen und die Identität nach innen zu fördern. Auslöser für diesen pionierhaften Entscheid war die Tatsache, dass die Region Zofingen von Wirtschaftskrisen jeweils überdurchschnittlich betroffen war und dass sich die Region in Zeiten der Hochkonjunktur langsamer als erwünscht erholt hat. (az)

Gleichzeitig habe man auch zur Voraussetzung gemacht, dass sich die Kerngemeinden Aarburg, Oftringen, Rothrist, Strengelbach und Zofingen zum Regionsmarketing bekennen, führt der Zofinger Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger in seiner Funktion als Präsident von Zofingenregio aus. Diese fünf Gemeinden leisten die grössten Beiträge an die Kosten.

Während Zofingenregio Marketing damit Geschichte ist, soll die Internet-Plattform zofingenregio.ch in abgespeckter Form weitergeführt werden. Verantwortlich für die Internet-Präsenz wird neu die Abteilung «Zentrale Dienste» des Verbandes sein. Nicht weiter betreiben will man hingegen marketingspezifische Bereiche des Internet-Auftritts.

Laut Hottiger werden die grösseren Gemeinden der Region, vor allem Oftringen und Zofingen, welche eine Weiterführung des Regionsmarketings befürwortet hatten, in den nächsten Wochen und Monaten entscheiden, wie sie die Aufgaben des Standortmarketings in Zukunft wahrnehmen wollen.

Markus Müller, Leiter von Zofingenregio Marketing, möchte sich derzeit zur Schliessung seiner Institution und einem allfälligen Neukonzept nicht äussern. Entscheide in Bezug auf die Verbandsaufgaben «Regionaler Sozialdienst» sowie «Regionaler Kindes- und Erwachsenenschutzdienst» würden im Januar 2014 definitiv fallen. Die Rückmeldungen der Gemeinden erwarte der Verband bis Ende Woche, heisst es in der Mitteilung.

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