Zetzwil
318 Unterschriften eingereicht: Volksabstimmung über "Mairüti"

Das Referendum über die Einzonung der "Mairüti" steht. Kippt der Souverän an der Urne den Entscheid der Gemeindeversammlung, so stellt sich die Frage, ob sich der Kanton dem Druck aus Zetzwil beugt.

Urs Helbling
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Das Land Mairüti in Zetzwil, 6255 Quadratmeter, wäre geeignet für Wohnhäuser mit guter Aussicht. Noch ist es aber nicht eingezont.

Das Land Mairüti in Zetzwil, 6255 Quadratmeter, wäre geeignet für Wohnhäuser mit guter Aussicht. Noch ist es aber nicht eingezont.

Flurina Dünki / Aargauer Zeitung

Es geht um 62,5 Aren Land an bester Hanglage. Um zwei Parzellen, für die bereits Ideen für den Bau von zwölf Einfamilienhäusern existieren. Einziger Schönheitsfehler: Die Grundstücke sind nicht eingezont. Nach einem längeren Vorspiel hat die Gemeindeversammlung Zetzwil am 3. Juni die von den beiden Grundeigentümern verlangte Umzonung mit 48 zu 24 Stimmen verweigert. Doch die Bauwilligen gaben sich nicht geschlagen: Sie sammelten Unterschriften für eine Referendumsabstimmung – und waren dabei erfolgreich. Am Freitag reichten sie 318 Unterschriften ein. Das Begehren wird – nach Prüfung der Unterschriften (nötig sind 20 Prozent von knapp 1000 Stimmberechtigten) – zu Stande kommen, die Volksabstimmung dürfte am 26. September stattfinden.

Der Kanton hatte sich im Vorprüfungsverfahren klar gegen die Schaffung von zusätzlichen Bauzonen in Zetzwil ausgesprochen. Das Dorf habe bereits genügend freies Bauland. Ob «Aarau» nach einer Referendumsabstimmung kippen würde, ist fraglich. Sicher ist, dass sich die Inkraftsetzung der gesamtrevidierten BNO weiter verzögern wird.