Reinach
Zehn Stände bieten Waren mit Motto «Länder und Kulturen» feil

Heute Freitag feiert die Weihnachtsausstellung der Stiftung Lebenshilfe Vernissage in Reinach.

Peter Weingartner
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Elena Achermann, freischaffende Künstlerin und Lehrerin für Bildnerisches Gestalten, beim Aufbau der Ausstellung.

Elena Achermann, freischaffende Künstlerin und Lehrerin für Bildnerisches Gestalten, beim Aufbau der Ausstellung.

Peter Weingartner

Gestern Nachmittag im Saalbau: Es herrscht ein emsiges Treiben. Die Mitarbeitenden der Stiftung Lebenshilfe, unterstützt vom regionalen Zivilschutz und jungen Migranten, schleppen kistenweise Material in den Saalbau. Elena Achermann und Delia Aeschlimann sind bereits am Aufhängen von Bildern, die in Gemeinschaftsarbeit geschaffen wurden. Im Saalbau werden die Gegenstände richtig platziert; es wird dekoriert, damit heute Abend um 19.15 Uhr alles an seinem Platz ist, wenn die 51. Weihnachtsausstellung eröffnet wird.

«Gegen 200 Klienten der Lebenshilfe sind da engagiert», sagt Geschäftsleiter Martin Spielmann. Sie arbeiten in den Bereichen Beschäftigung, Werkstätten, Küche und Gartenbau/Unterhalt. An diesem Wochenende können die Menschen mit Handicap (kognitiv, psychisch, körperlich) ihre Produkte unmittelbar dem Publikum präsentieren: «Sie sind vor Ort und geniessen die Anerkennung.»

An zehn Ständen zeigen die Klienten, was sie während eines Jahres zum Jahresmotto «Länder und Kulturen» geschaffen haben. Ein Motto, das die Klienten selber bestimmten. «Wir mussten bisher noch nie eines ablehnen», sagt Martin Spielmann, der dieses Jahr zum 20. Mal diese Ausstellung als Geschäftsleiter verantwortet.

Die Breite der Produkte-Palette ist beeindruckend; die Gegenstände sind von hoher Qualität und originell: Karten und Bilder aus der Druckerei, Figuren und Töpfe aus der Töpferei, Schuhe und Insektenhotels aus der Holz- und Lederwerkstatt, Textiles aus der Textilwerkstatt und der Weberei, Seifen, Kerzen, Duftendes. Und Hintersinniges aus der Holz- und Wort-Werkstatt. Zudem kann man vor dem Saalbau Tannenbäume kaufen. Oder Holz zum Anfeuern.

Überraschungen gibts immer

«Sie versuchen, mich immer wieder mit neuen Produkten zu überraschen», sagt Martin Spielmann mit einem Schmunzeln. Er weiss auch noch nicht, was sich die Klienten und ihre Betreuungspersonen für die Vernissage von heute Abend zum Jahresmotto ausgedacht haben. Musik? Tanz? Theater?

Die Ausstellung ist auch wirtschaftlich von Bedeutung. «Die Beschäftigungswerkstätten machen an diesem Wochenende 40 Prozent ihres Jahresumsatzes», sagt Martin Spielmann. Konkret: zwischen 65'000 und 70'000 Franken vom Jahresumsatz von 160 000 Franken. Die Ausstellung zählt auf treue Besucher. Viele deckten sich hier mit Weihnachtsgeschenken ein, weiss Spielmann: «Und eine Frau kauft ihren Jahresbedarf an Seifen immer hier.» Obwohl es auch einen Laden gibt.

Heute Abend um 19.15 Uhr ist Vernissage. Dann ist die Ausstellung bis 22 Uhr geöffnet. Morgen Samstag kann man sie von 10 bis 17 Uhr und am Sonntag von 10 bis 16 Uhr besuchen. Nicht zu vergessen: Im Restaurant und in der Kaffeestube locken kulinarische Köstlichkeiten.

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