Reinach
Zehn Erwachsene und zwei Kinder wollen in Reinach den Schweizer Pass

Reinach knackt beim Umsatz bald die 30-Millionen-Grenze. Der Gemeinderat präsentierte Parteien und Medien die Rechnung 2013 und die Traktanden der Gemeindeversammlung vom 4. Juni. Er empfiehlt auch, alle Einbürgerungsgesuche anzunehmen.

Peter Siegrist
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Der Juni-Gmeind liegen 12 Einbürgerunsgesuche vor.

Der Juni-Gmeind liegen 12 Einbürgerunsgesuche vor.

Peter Siegrist

Die Rechnung schliesst mit einem Defizit von 840 000 Franken ab. Es gäbe jedes Jahr Budgetposten, die sich nicht genau beziffern liessen, erklärte Gemeindeammann Martin Heiz. So gingen zum Beispiel 640 000 Franken mehr Steuern ein, aber einen 230 000 Franken höherer Beitrag an die Pflegefinanzierung wurde fällig. Auch der Nettoaufwand bei der Sozialhilfe erhöhte sich um 410 000 Franken. Für 250 Personen, die Sozialhilfe oder bevorschusste Alimente bezogen, musste die Gemeinde 1,25 Millionen Franken aufwenden.

Der finanzielle Rahmen bleibt für Reinach weiterhin eng. Ohne Neuverschuldung sind gerade noch Investitionen von 1,5 Millionen möglich. Die Gemeinde hat zwar 4 Mio. Franken Eigenkapital, aber auch 16,5 Mio. Franken langfristige Schulden.

Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung schliessen beide mit Gewinnen ab. Bei der Abfallbeseitigung jedoch klafft wie jedes Jahr ein Loch von 90 000 Franken in der Kasse. «Das ist der Preis für die Grünabfuhr, die nach wie vor gratis ist», bemerkte Heiz lakonisch.

Nebst der Rechnung 2013 legt die Behörde die Kreditabrechnung für die Sanierung und Verkehrsberuhigung der Alten Strasse vor. Die Bauarbeiten konnten 100 000 Franken unter dem budgetierten Kredit von einer Million abgeschlossen werden.

Verlängerung Pilotprojekt Pforte

In zehn Gemeinden von aargauSüd kommt der Antrag zur Verlängerung des Pilotprojektes «Pforte Arbeitsmarkt» zu Abstimmung. In diesem Projekt arbeiten die Arbeitslosenversicherung, die IV und die Sozialhilfe unter einem Dach. Das Hauptziel ist die Arbeitsmarktintegration der betreuten Klienten. Das Projekt läuft seit 2012 und es zeigt sich, die Zusammenarbeit von drei Institutionen an einem Standort bewährt sich.

Um einen künftigen Regelbetrieb zu konzipieren, reiche die Zeit bis 2015 nicht aus, daher beantragen die Gemeinden eine Verlängerung um vier Jahre. Reinach hat als Anteil 226 000 Franken Bruttokosten zu bewilligen.

Zehn Erwachsene und zwei Kinder ersuchen um das Einwohnerbürgerrecht. «Weil das Verfahren ändert, haben wir alle nach heutigem Recht zusammengefasst», sagte Gemeinderätin Pia Müller. Die Behörde habe wie gewohnt alle Gesuchsteller geprüft und empfehle sie zur Annahme.

Bei der Durchsicht der Unterlagen fällt auf, dass alle jungen Bewerberinnen und Bewerber gute Schulen und Ausbildungen abgeschlossen haben und in der Region aufgewachsen sind.