Privatbahnen
WSB und BDWM können für 60 Millionen Franken ausbauen

Die Wynental- und Suhrentalbahn (WSB) und die Bremgarten-Dietikon-Bahn (BDWM) sollen ausgebaut werden. Die Regierung will den Ausbau mit 20 Millionen unterstützen. Den Rest bezahlen Bund und der Kanton Zürich.

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Sollen für 60 Millionen flott gemacht werden: BDWM und WSB.

Sollen für 60 Millionen flott gemacht werden: BDWM und WSB.

zvg/az

Die beiden Aargauer Privatbahnen befördern heute jährlich gegen 10 Millionen Reisende. Diese Zahl wird in den kommenden Jahren massiv zunehmen und die Bahnen vor grosse Herausforderungen stellen, schreibt die Regierung in einer Mitteilung. Sie rechnet in den nächsten 15 bis 20 Jahren wird mit einer Zunahme der Passagierzahlen um rund 50 Prozent.

Damit es bei der WSB und der BDWM nicht zum Kollaps bekommt, muss die Infrastruktur erhalten und auch ausgebaut werden. Alles in allem sollen die beiden Bahnen in den nächsten vier 60 Millionen Franken dafür bekommen.

Lange Gleise, viele Weichen

Das Schienennetz der WSB umfasst 45 Kilometer Gleise und 45 Weichen. Jährlich müssen 1,4 bis 1,8 Kilometer Gleise und drei bis fünf Weichen ersetzt werden.

Die BDWM-Strecke ist 19 Kilometer lang und hat 50 Weichen. Pro Vierjahresperionde müssen drei Kilometer Gleis und sechs bis acht Weichen ersetzt werden. (rsn)

Bahnen wollten fast doppelt soviel

Der Bund und Kanton gemeinsam finanziert. Der Aargau steuert für die WSB 12,5 Millionen Franken und für die BDWM 7,64 Millionen Franken bei. Der Bund übernimmt bei beiden Bahnen je 17,5 Millionen. Der Kanton Zürich schliesslich zahlt rund 5 Millionen für die BDWM.

Für die Anteile des Kantons Aargau sollen dem Grossen Rat zwei Grosskredite vorgelegt werden.

Die Bahnen selbst hatten deutlich mehr Mittel verlangt. Die WSB hatte jährliche Mittel von 11 bis 12 Millionen Franken, alles in allem also 40 bis 44 Millionen Franken. Die BDWM hatte sogar noch mehr beantragt, nämlich 56 Millionen Franken. Für Kanton und Bund gingen die Forderung ab klar zu weit, wie Marco Lombardi, Projektleiter, Abteilung Verkehr, Departement Bau, Verkehr und Umwelt auf Anfrage erklärt.

Mit den Mitteln will die WSB unter anderem weitere Bahnübergänge sanieren, Gleise und mehrere Stationen umbauen, Fahrleitungen ersetzen und in Reinach im Bereich Eien/Moos eine neue Haltestelle bauen. Die Gelder der BDWM fliessen ebenfalls in die Sanierung von Bahnübergängen, in die Streckenfernsteuerung, den Ersatz von Sicherungsanlagen und in die Sanierung der Strecke Bremgarten West - Wohlen. (rsn)

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