Reinach

WSB-Passagiere müssen im Sommer Bus fahren

Im Sommer heisst es für die WSB-Passagiere Busfahren.

Im Sommer heisst es für die WSB-Passagiere Busfahren.

Zwischen Reinach Nord und Leimbach wird während der Sommerferien das WSB-Gleis erneuert. Aus Kostengründen mit Vollsperrung.

Im Herbst 2018 mussten die Passagiere der Wynental- und Suhrentalbahn zwischen Oberkulm und Zetzwil Bus fahren. Der Bahnersatz war nötig, weil die Strecke für die Totalerneuerung während 17 Tagen komplett gesperrt wurde. Eine Premiere in der damals 114-jährigen Geschichte der WSB.

Jetzt findet die Premiere eine Fortsetzung, diesmal weiter oben im Tal: Auch die 1,8 Kilometer lange Strecke zwischen Leimbach und Reinach Nord muss saniert werden, auch sie wird dafür total gesperrt. Diesmal sind es nicht 17, sondern 35 Tage. Dies, weil gleichzeitig auch Fahrleitungsarbeiten durchgeführt werden müssen. Das geht aus den Unterlagen zum Ausschreibungsverfahren hervor, das aktuell läuft.

Tiefere Kosten und bessere Qualität dank Totalsperrung

Die Gründe für eine Totalsperrung: Die Bauzeit wird deutlich verkürzt; im Falle von Gontenschwil-Oberkulm waren es 17 Tage statt acht Wochen. Durch die kürzere Bauzeit sinken die Kosten. Und auch die Bauqualität wird besser; ständige Unterbrechungen der Schweissarbeiten führen zu mehr Nahtstellen. Auch das wirkt sich langfristig auf die Kosten aus.

«Ausserdem verringert sich so die Umstellungszeit für die Fahrgäste», sagt Erwin Rosenast, Leiter Kommunikation bei der Aargau Verkehr AG. Damit weniger Fahrgäste betroffen sind, habe man für die Sperrung den Zeitraum der Sommerferien ausgewählt: Sie beginnt am Montag, 6. Juli, und dauert bis zum Betriebsbeginn am Montag, 10. August.

Während der Sperrung werden Ersatzbusse eingesetzt. Aus organisatorischen und verkehrstechnischen Gründen zwischen Menziken und Zetzwil. Das hat Auswirkungen auf die Fahrzeit: «Die Fahrt mit dem Bus dauert länger als mit der Bahn», sagt Rosenast. Wie viel länger, ist noch nicht klar.

Komplettsperrung 2018 habe sich bewährt

«Die Umsetzungsvarianten des Fahrplans werden zurzeit geprüft und erarbeitet. Wir werden die Fahrgäste beziehungsweise die Bevölkerung jedoch rechtzeitig über diverse Informationskanäle informieren.» Den Fahrgästen werde grundsätzlich empfohlen, die Fahrt möglichst einen Zug früher zu planen, da in dieser Umbauphase nicht alle Anschlüsse gewährleistet werden können.

Die Komplettsperrung 2018 habe sich bewährt: «Die Erfahrungen waren durchweg positiv. Die angestrebte Qualität mit tieferen Kosten wurde erreicht», so Rosenast. Deshalb werde man auch für Leimbach-Reinach Nord das gleiche Prinzip anwenden: «Wir bauen effizient und mit hoher Qualität», so Rosenast.

Dies komme sowohl den Fahrgästen (besserer Fahrkomfort) als auch den Anwohnerinnen und Anwohnern (weniger Lärmemissionen) zugute. «Zudem soll der neue Streckenabschnitt dank dieser Qualität die nächsten 50 Jahre halten.» Die Umbaukosten werden sich auf rund 5,5 Millionen belaufen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1