Schöftland
WSB-Depot soll aufs Gemüsefeld – Jetzt regt sich Widerstand

Statt beim Bahnhof soll die Bahn ihre neuen Betriebsgebäude am westlichen Dorfrand entlang der Suhrentalstrasse bauen. Das passt nicht allen.

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Ein Stumpengleis würde vom Bahnhof (hinter den Silos) zu den neuen WSB-Anlagen an der Suhrentalstrasse führen.

Ein Stumpengleis würde vom Bahnhof (hinter den Silos) zu den neuen WSB-Anlagen an der Suhrentalstrasse führen.

Der Schöftler Gemeinderat hat grosse Pläne für das Dorf: Er will das Zentrum entwickeln und die WSB-Infrastrukturgebäude an den Dorfrand auslagern. 11 Hektaren Landwirtschaftsland sollen in der Hegmatte zwischen Suhre und Suhrentalstrasse erworben und sukzessive als Wohn- und Arbeitsareal überbaut werden – unter anderem mit einem neuen WSB-Depot.

Jetzt regt sich Widerstand gegen diese Entwicklung: Um den Schöftler Andres Wälty hat sich ein Komitee «Nein zur Überbauung der Hegmatte» formiert, das eine Petition lanciert. «Der Schöftler Gemeinderat strebt ein Bevölkerungswachstum auf etwa 6000 Einwohner bis 2041 an; das sind 1000 mehr, als der Kanton prognostiziert», schreibt das Komitee in einer Medienmitteilung. Dafür und für Infrastrukturbauten der Wynen- und Suhrentalbahn elf Hektaren Kulturland einzuzonen und zu überbauen, geht dem Komitee zu weit. «Bei der Realisierung dieser Pläne wäre wertvollstes Ackerland (Fruchtfolgefläche) für immer verloren.»

Mit der Petition will man den Gemeinderat deshalb auffordern, auf seine Pläne zu verzichten.

Für das Komitee «Nein zur Überbauung der Hegmatte» geht aus der Gesamtrevision Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland hervor, «dass die bereits eingezonten Landreserven und unternutzten Bauzonen innerhalb Schöftlands ein nachhaltiges Wachstum über Jahre hinweg ermöglichen, ebenfalls den notwendigen Ausbau der WSB-Anlagen», wie es in der Medienmitteilung heisst.

«In den letzten Jahren erlebte Schöftland einen regelrechten Bauboom. Die Folgen davon sind jetzt schon fast 150 Leerwohnungen – ein Trend, den es zu stoppen gilt.» (rap)