Der Gemeinderat Gontenschwil hat für ein Areal südlich des Bahnhofs (zwischen Bahnhofstrasse, Dorf- und Schulstrasse) einen Gestaltungsplan bewilligt. Mehrere Parzellen mit insgesamt 5300 Quadratmetern sollen mit Wohn- und Gewerbebauten überbaut werden.

Private Grundeigentümer haben Verkaufsbereitschaft signalisiert, die Firma Seeblick Seengen AG hat für die Parzellen als Grundlage für eine Überbauung einen Gestaltungsplan ausgearbeitet.

Im Plan steht: «Im Zentrumsgebiet Unterdorf soll eine qualitätsvolle Überbauung die Zentralität der Lage betonen und zur inneren Entwicklung des unteren Dorfteils beitragen.»

Dem Gemeinderat Gontenschwil ist dieses Bestreben willkommen. Er hat aber verlangt, dass der neue Gestaltungsplan «zu einem Siedlungs- und landschaftsgestalterisch besseren Ergebnis führen muss, gegenüber einer Überbauung in Regelbauweise.»

So sagt Gemeindeammann Renate Gautschy: «Es ist der explizite Wunsch der Bevölkerung, im Unterdorf auch wieder Einkaufsmöglichkeiten zu haben.» Und dabei weist Gautschy auf die gute Lage für geplante Wohnungen hin.

Der Standort mit seiner Nähe zum öffentlichen Verkehr sei absolut ideal, auch für ältere Leute, die einmal aufs Auto verzichten möchten. Für den Gemeinderat sei in diesem Zusammenhang aber eines wichtig, sagt Gautschy: «Es soll im Unterdorf immer im Verhältnis zu einer Landgemeinde gebaut werden.»

Wohnungen und Gewerberäume

Laut Gestaltungsplan sind auf dem Areal Wohnungen geplant und entlang der Strassen zusätzlich im Erdgeschoss Gewerbenutzungen. «Die Bauzone WG3 verlangt, dass Wohnen und Gewerbe gemischt werden», sagt Martin Perreten von der Hauri Immoservice GmbH. Der Gontenschwiler kennt die Verhältnisse vor Ort und betreut dieses Projekt weiter.

Geplant sind vier Gebäude mit 43 Wohnungen. 21 davon werden in einem «altersgerechten Standard» ausgebaut. Die Gebäude werden viergeschossig, wobei jeweils das oberste Stockwerk als Attikageschoss leicht zurückversetzt wird. Die Parkflächen sind grösstenteils unterirdisch geplant.

Damit bleibt genügend Platz für die Umgebungsgestaltung mit den nötigen Kinderspielplätzen. Man denke an eine gemischte Mieter- und Eigentümerschaft, an Singlehaushalte, Familien mit Kindern und ältere Leute, sagt Perreten.

Entlang der Dorfstrasse und vis-à-vis dem Bahnhof werden die Erdgeschosse für Läden und Büros von Dienstleistern ausgebaut. Wunsch wäre zum Beispiel eine Bäckerei mit Café oder ein Lebensmittelladen.

Die Planung ist bereits weit fortgeschritten. Nachdem bei der Auflage keine Einsprachen eingingen, hat der Gemeinderat den Gestaltungsplan bewilligt und zur Genehmigung an den Kanton gesandt.

Gegenwärtig verhandeln die Seeblick Seengen AG zusammen mit der Hauri Seetal Immobilien AG mit möglichen Investoren. Rund 20 Millionen Franken sind nötig, um die gesamte Arealüberbauung zu realisieren.

Laut Martin Perreten wäre auch ein Bau in Etappen möglich. Er geht davon aus, dass bis im Sommer die Investorenfrage geklärt ist, sodass als weiterer Schritt die Baueingabe erfolgen kann.