Sternen-Asylunterkunft
Wochen später: Nun schickt die SVP Menziken auch einen Protestbrief

Mitte Mai wurde publik, dass der Kanton das Gasthaus Sternen in Menziken mietet, um darin eine Asylunterkunft für bis zu 90 Personen einzurichten. Nun hat auch die SVP Menziken Regierungsrätin Susanne Hochuli einen Protestbrief geschickt.

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Der Gasthof Sternen wird zur Asylunterkunft. (Archiv)

Der Gasthof Sternen wird zur Asylunterkunft. (Archiv)

Pascal Meier

Auch die SVP Menziken wehrt sich nun noch mit einem offenen Brief an die Adresse von Regierungsrätin Susanne Hochuli gegen die Einquartierung weiterer Asylsuchender in der Gemeinde Menziken. Diese Pläne waren Mitte Mai bekannt geworden: Vermieter der Liegenschaft ist Hans Marti, der von 1994 bis 2001 selber für die SVP Ammann in Menziken war und mittlerweile aus der Partei ausgetreten ist.

Bereits am 22. Mai gelangte der Gemeindeverband aargauSüd impuls mit dem Anliegen an den Gesamtregierungsrat, einen «gerechten und solidarischen Verteilschlüssel über den ganzen Kanton» anzuwenden. Am 27. Mai fand eine Info-Veranstaltung statt, wobei der Gemeinderat den Kanton zuvor ausgeschlossen hatte.

Auch die SVP hält fest, es gehe nicht um das Asylrecht an sich. «Nicht tolerierbar sind aber Missbräuche und ungenügender Vollzug, wozu auch ein verantwortungsbewusster Umgang der kantonalen Stellen mit den Gemeinden als wichtige Partner gehören würde», heisst es.

Die SVP fordert Hochuli auf, «vom Vorhaben der Unterbringung weiterer 90 Asylsuchender in Menziken abzusehen». Die Gemeinde erfülle das Soll schon um das Fünffache.

Sollte sie dem Anliegen nicht nachkommen, will die Partei eine verantwortungsbewusste Überwachung und Kontrolle sowie eine «faire Regelung» betreffend Kosten: Das Departement solle alle Kosten tragen – auch die «ungedeckten und indirekten». (rap/pz)