Tierheim
Wo ist die Hündin von Caroline Eichenberger?

Caroline Eichenberger aus Menziken ist verzweifelt. Seit über einer Woche sucht sie ihre neunjährige Airedale- Terrierhündin Sibi. Für die Suche setzt sie Tierkommunikatorinnen, Pendlerinnen und Suchhunde ein.

Barbara Vogt
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In einem Inserat mit dem Bild der hübschen Hündin sichert sie sogar einen Finderlohn zu. Bis jetzt blieb die Hündin aber unauffindbar. Als die Familie Eichenberger Anfang Oktober in die Ferien verreiste und ihre Hündin in ein Ferienheim im Wynental gab, war sie noch guter Dinge.

Wenige Tage später rief die Heimbesitzerin an und beichtete ihr, dass Sibi entlaufen sei. «Das geschah böswillig», so die Heimverantwortliche. «Jemand hat das Tor frühmorgens aus dem Schloss gehängt und die Hunde rausgelassen.» Nebst Sibi gingen noch zwei Tiere hinaus, diese spielten miteinander und konnten bald eingefangen werden.

Letztmals in Niederwil gesehen

Sibi aber lief davon. Aufmerksame Leute sahen sie immer wieder: Im Moos, in Menziken, in Ermensee. Zuletzt sei die Terrierhündin im Weiler Niederwil nahe von Rickenbach LU gewesen, sagt Caroline Eichenberger. Eine Frau habe dies ausgependelt. «Wir gingen sofort zu diesen Plätzen, doch war Sibi bereits weg.» Ein Suchhund habe auch eine Spur gefunden, nach kurzer Zeit wieder verloren. Noch nie sei ihr bewusst geworden, wie weitläufig das Gelände um Menziken sei, stellt Caroline Eichenberger fest.

Die Suche nach Sibi zehrt an den Kräften der Familie Eichenberger. Das Ungewisse sei am schlimmsten: «Wir wissen nicht, wie es unserer Hündin geht, ob sie verletzt, verwirrt oder hungrig ist. Wir wünschen uns nichts sehnlicher, als dass sie nach Hause kommt.» Als Sibi ein Jahr alt war, kam sie zu den Eichenbergers. «Sie ist ein richtiger Familienhund und sehr anhänglich», sagt Caroline Eichenberger.

Pferde mutwillig herausgelassen

Der Besitzerin des Ferienheims geht die Geschichte ebenfalls nahe. Als Tierbesitzerin wisse sie, wie sich die Familie fühle. Hunde seien jedoch zäh und könnten einige Wochen in der Natur überleben. Das komme auf den gesundheitlichen und physischen Zustand an. Sie kann es nicht verstehen, dass jemand das Tor zu ihrem Ferienheim öffnen konnte. «Die Person muss den Schlossmechanismus gekannt und das Heim seit längerem beobachtet haben. Das war mehr als ein dummer Bubenstreich.» Traurig sei, dass ein solcher Vorfall bereits mehrere Male vorgekommen sei, wenn nicht bei ihr, dann in der Nachbarschaft. Dort seien mutwillig Pferde aus der Koppel herausgelassen worden.