Der Atem-Weg nimmt Form an. Entlang des sieben Kilometer langen Erlebnisparcours, der durch Waldgebiete der Gemeinden Uerkheim, Zofingen, Oftringen und Safenwil führt, laden zehn Stationen mit spielerischen Experimenten zum bewussten Atmen ein.

Wer nicht so weit gehen mag, kann eine kürzere Route wählen oder einzelne Wegpunkte angehen. Barfuss ein speziell hergerichtetes Terrain erforschen, beim Aufstieg seine Atemfrequenz spüren und beim Balancieren seinen Atem beobachten, ist an den Wegstationen «Fussparcours», «Waldtreppe» oder «Balance-Weg» möglich. Die Aufgaben werden auf Schildern erklärt.

Die Idee kam vor fünf Jahren

Mit dem Erstellen und Einrichten der Stationen ist ein Team der Institution «Murimoos Werken und Wohnen» aus Muri beschäftigt. «Wir bauen unter anderem einzelne Spielgeräte oder ganze Spielplätze», erklärt Bruno Gehrig. Der «Murimoos»-Leiter steht vor dem Schützenhaus in Safenwil. Hier startet der Augenschein mit Sponsoren und Vorstandsmitgliedern des Atem-Weg-Vereins. Angeführt wird die Gruppe von Vereinspräsident Walter Bloch aus Mühlethal. Er und seine Frau Lisbeth sind die Initianten des Atem-Wegs. Als Atemtherapeutin begleitet sie in ihrer Praxis in Oftringen Menschen jeden Alters auf ihrem Weg. Fünf Jahre ist es her, seit die sportliche Frau von einem ihrer Waldspaziergänge mit der Idee für den Atem-Weg heimkehrte.

Schritt für Schritt sind die Männer zum Sodhubel im Safenwiler Wald unterwegs. «Es ist die letzte der insgesamt zehn Stationen», sagt Erich Müller. Der Verantwortliche für die Planung und Umsetzung der Infrastruktur verspricht: «Der Ort an sich und der neu gestaltete Platz laden zum Verweilen ein.» Die offene Feuerstelle wird von zwei wuchtigen, auf verschiedenen Seiten behauenen Sandsteinfelsen flankiert. Der 1964 verstorbene Safenwiler Bürger Hans Widmer hat von 1939 bis 1945 Tiere Menschen und Symbole aus den Felsen herausgeschält. Oben angekommen, können sich die Spaziergänger neuerdings nicht nur auf einer Atem-Weg-Sitzbank ausruhen, sondern rund um die eingemittete Feuerstelle auf Holzhockern Platz nehmen. Die Sitzgelegenheiten wurden in der «Murimoos»-Holzabteilung hergestellt.

Der Atem-Weg kommt ohne Geld von den Gemeinden aus. Er wird über Sponsoring-Beiträge und andere Zuwendungen finanziert. Hinter dem Projekt stehen die zuständigen Förster ebenso wie die vier Einwohnergemeinden und der Kanton Aargau, die die Baubewilligung erteilt haben. Am 12. Juni wird der Atem-Weg eingeweiht.