Reinach

«Wir würden das islamische Zentrum des Aargaus»: Vizeammann über Pläne gar nicht erfreut

Bruno Rudolf, 52, ist Manager IT & Telecommunication in einem KMU.

Der Reinacher Vizeammann und Nationalratskandidat Bruno Rudolf (SVP) erklärt, warum er dem fünf Millionen Franken teuren Moschee-Projekt nichts Positives abgewinnen kann.

Im oberen Wynental sorgt der Neubau für eine Moschee für viel Gesprächsstoff. Sie sind Vizeammann von Reinach. Der Gemeindeammann hat sich bereits positiv zum bevorstehenden Baugesuch geäussert. Können Sie zu diesem Thema überhaupt etwas sagen?

Meine persönliche Meinung, auch als Präsident der SVP Ortspartei Reinach, darf ich gerne kundtun.

Ist die Meinung des Ammanns auch Ihre Meinung?

Nein, ganz und gar nicht. Ich kann diesem Projekt nichts Positives abgewinnen. Mit dem geplanten Bauprojekt würde das Oberwynental, insbesondere Reinach, zum islamischen Zentrum des Aargaus.

Seit wann wissen Sie vom Neubauprojekt?

Seit etwa zwei Wochen.

Die albanisch-islamische Gemeinschaft plant den grössten Moscheen-Neubau im Aargau. Das Baugesuch soll am Freitag eingereicht werden.

Die albanisch-islamische Gemeinschaft plant den grössten Moscheen-Neubau im Aargau. Das Baugesuch soll am Freitag eingereicht werden.

Losgelöst vom konkreten Projekt der albanisch-islamischen Gemeinschaft. Finden Sie es legitim, dass auch nicht christliche Religionen bei uns immer mehr Gebetshäuser eröffnen, in Einzelfällen auch Neubauten erstellen?

Anhand der geltenden Gesetze ist es erlaubt. Ich als bekennender Christ störe mich aber daran. Gebetshäuser von nicht christlichen Religionen führen zu Parallelgesellschaften.

Ist es nicht unwürdig, dass die albanisch-islamische Gemeinschaft ihre Predigt an grossen Feiertagen in der Tennishalle abhalten muss? 

Ich finde es befremdend, dass auf dem Foto der Tennishalle nur Männer zu sehen sind. Scheinbar sind die islamischen Frauen nicht erwünscht an diesen grossen Feiertagen. Unwürdig finde ich, dass es in der heutigen Zeit in islamischen Ländern immer noch Christenverfolgungen gibt. 

Die Agglomeration Reinach/Menziken hat einen Ausländeranteil von 40 Prozent, liegt damit kantonsweit in der Spitzengruppe. Empfinden Sie das als Fluch oder Segen?

Der extrem hohe Ausländeranteil im Oberwynental ist für mich beängstigend. Bereits bilden sich Parallelgesellschaften. Es gibt Quartiere, in denen es keine Schweizer mehr hat. Parallelgesellschaften machen eine Integration unmöglich. Wie Sie unschwer feststellen können, ist für mich der extrem hohe Ausländeranteil bestimmt kein Segen.

Würden Sie lieber an einem Ort leben, wo es weniger ein Religionsgemisch gibt?

Für mich ist nicht die Anzahl der Religionen massgebend, sondern die Zusammensetzung und die jeweiligen Verhältnisse. Falls sich eine fremde Religion immer mehr ausbreitet, ist das gefährlich und bedrohlich.

Die SVP, allen voran Nationalrat Walter Wobmann, gehört zu den vehementesten Kritikern des Islam in der Schweiz. Sehen Sie das auch so?

Wenn sich islamische Personen hier in der Schweiz integrieren, ist das kein Problem. Und genau das ist der springende Punkt. Mit dem Bau von Moscheen hier in der Schweiz bauen sie sich ihre islamische Parallelwelt auf, in der sie unter sich sind, wo der Koran und die Scharia gelehrt werden und der Islam gepredigt wird.

So funktioniert Integration nicht. In der Moschee können sie unter sich sein. Parallelgesellschaften sind gefährlich, ganz besonders, wenn sie nach anderen Gesetzen, wie zum Beispiel der Scharia, leben.

Autor

Melanie Eichenberger

Meistgesehen

Artboard 1