Oberes Suhrental
«Windrad uf em Chalt AG» – Mitspracherecht durch Aktie

Für das Projekt «Windrad uf em Chalt» können nun alle Interessierten für einen Franken ein Recht für eine Aktie kaufen.

Christine Wullschleger
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Visualisierung eines Windrades uf em Chalt

Visualisierung eines Windrades uf em Chalt

zvg

Vor einigen Tagen hat die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) in Kirchleerau die Bevölkerung über ihr Mitwirkungsverfahren informiert. Das Energieunternehmen plant ob Kirchleerau und Kulmerau/Triengen einen Windpark mit vier Anlagen zu bauen.
Auch auf dem gegenüberliegenden Hügelzug «uf em Chalt» sollen zwei Windenergieanlagen entstehen, nämlich an den Standorten Stockrüti in Reitnau und Altrüti in Staffelbach. Für das Projekt verantwortlich ist die «Windrad uf em Chalt AG», zu der auch Initiant Nik Walther gehört.

Auch hier soll die Bevölkerung mitmachen können, jedoch auf eine andere Art und Weise: Ziel ist es, dass jedermann Aktien – eine Aktie kostet 100 Franken – kaufen und sich so an dem ganzen Projekt beteiligen kann. Die Aktien können aber erst gekauft werden, sobald die Baubewilligung für die geplanten Windkraftwerke vorliegt. Da das momentan noch nicht der Fall ist, verkauft die Firma nun Aktienkaufrechte, also Rechte für den späteren Kauf einer Aktie.

Diese werden für einen Franken pro Kaufrecht für eine Aktie ausgegeben. «Mit diesem einfachen Betrag wollen wir unsere Buchhaltung erleichtern», sagt Nik Walther. Ein Einwohner der Gemeinde Attelwil, Reitnau, Staffelbach und Wiliberg kann maximal 50 Aktienkaufrechte kaufen. «Diese Menge ist so gewählt, um allen Einwohnern der vier Gemeinden die Beteiligung an der AG zu ermöglichen. Die entsprechende Zahl an Aktien ist entsprechend reserviert», so Walther. Auch Personen ausserhalb der vier Gemeinden können Aktienkaufrechte kaufen, allerdings sind diese nicht reserviert.

1010 Aktienkaufrechte verkauft

Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind 1010 Aktienkaufrechte ausgegeben worden. «Das ist in Anbetracht der Maximalmenge pro Person noch nicht so viel», sagt Nik Walther. Er hofft aber, dass es noch einige mehr werden, denn: «Durch das Kaufrecht und später durch die Aktien wird die Bevölkerung ein Mitspracherecht bekommen.»

Dadurch soll das Projekt nach der Baubewilligung nicht in die Hände einer anderen – gar ausländischen – Firma gelangen können. «Wir wollen durch die Aktien der Bevölkerung die Chance geben, dass das Projekt lokal bleibt.» Sollten später wichtige Entscheidungen anstehen, würden die Aktionäre an der Generalversammlung darüber bestimmen.