Oberwynental

«Windparkzone Stierenberg» kommt nicht an Wintergmeind

Visualisierungen des geplanten Windparks auf dem Stierenberg.

Auf dem Stierenberg, genauer in Rickenbach LU, sollen künftig drei Windräder mit einer Höhe von je 180 Metern zu stehen kommen. Dafür ist eine Ortsplanungsteilrevision nötig. Die Schaffung einer Sonderzone «Windparkzone Stierenberg» ist in der Vorprüfung beim Kanton Luzern. Gemäss Initianten wird der Bericht in den nächsten Tagen erwartet. Ursprünglich war das Ziel, die Planänderung der Bevölkerung an der diesjährigen Rickenbacher Wintergmeind vorzulegen. Das wird aber aus zeitlichen Gründen nicht mehr möglich sein, wie die Gemeinde Rickenbach auf Anfrage mitteilt. Es wird nicht ausgeschlossen, dass der Bericht nächstes Jahr an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung traktandiert werden könnte.

Mittlerweile hat sich eine Interessengemeinschaft gegen das Projekt gebildet. «Der Stierenberg, Hausberg von Rickenbach LU, Menziken und Burg AG und höchster Berg des Aargaus, ist von einem Windkraftprojekt bedroht. Wir setzen uns für den Schutz der schönen Landschaft, der wundervollen Natur und der Bevölkerung ein», steht auf der Website der IG «Schützt unseren Stierenberg». Das Thema bewegt. Das bewies der Infoabend der Kritiker in Menziken, der im Juni sehr gut besucht wurde und in eine emotionale Diskussion ausuferte.

Die Initianten des Projekts, das Landwirte-Paar Priska und Roland Wismer, rechnen mit einem Stromertrag von rund 20,7 Gigawattstunden pro Jahr, was 4600 Haushalte versorgen könne. Die Investition in die Windräder, die im Abstand von 300 Metern zueinander stehen sollen, wird auf 20 Mio. Franken geschätzt. Getragen werden soll das Projekt durch Beteiligungen von Privaten und Firmen. (mei)

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