Wiliberg
Wiliberg ist seit zwei Jahren ohne Netz und will Swisscom nicht

Die Swisscom wollte den Wilibergern für 10'000 Franken das Breitbandnetz ausbauen – allerdings mit Auflagen, die an der Gemeindeversammlung zuerst für Empörung, dann für Ablehnung sorgten.

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Aargauer Zeitung

An der Gemeindeversammlung sollten die Wiliberger über einen erweiterten Ausbau des Breitbandnetzes durch die Firma Swisscom AG von 10000 Franken abstimmen. Gemeindeammann Stephan Müller informierte die Versammlung über ein Schreiben der Swisscom AG, das die Verwaltung am Tag der Gemeindeversammlung erhalten hatte.

Die Swisscom AG schreibt darin, dass sie den Ausbau des Glasfasernetzes gestoppt habe, da sich die Firma nun in der Testphase für einen technischen Fortschritt im Netzausbau befinde und erst nach dieser Phase weitere Ausdehnung vornehmen wolle. Die Firma versprach aber, die neuste Ausbautechnologie nach Abschluss der Testphase zuerst in Wiliberg auszubauen zum aktuellen Angebot von 10000 Franken.

Dann könne aber frühestens in zwei Jahren und acht Monaten ein Ausbau vorgenommen werden, während die Anlage für den geplanten «alten» Netzausbau bereits acht Monate nach Vertragsunterzeichnung in Betrieb genommen werden könnte.

Knappes Nein zur Swisscom

Das neue Angebot der Swisscom wollten die Wiliberger jedoch nicht akzeptieren. Man wolle nicht weitere zweieinhalb Jahre ohne Netz auskommen müssen. Unklar sei sowieso, was in zweieinhalb Jahren sei. 47 von 48 Anwesenden beharrten auf dem bisherigen Angebot, einem raschen Ausbau des Netzes. Der Gemeinderat versprach, sich um ein Treffen mit einem Vertreter der Swisscom AG zu bemühen.

Stephan Müller informierte ausserdem über den Rücktritt von Vizeammann Urs Baumann auf Ende Jahr. Die Gemeinde sucht nun nach einem Nachfolger für den frei werdenden Sitz im Gemeinderat. (nbw)