Kölliken

Wiederauffüllung der Sondermülldeponie durch Corona-Virus verzögert

Die Sondermülldeponie Kölliken sieht noch aus wie eine Mondlandschaft.

Die Sondermülldeponie Kölliken sieht noch aus wie eine Mondlandschaft.

In Kölliken läuft bei der Bewältigung der Altlast vieles gut. Da der Ausbruch des Corona-Virus die SBB-Baustelle Eppenbergtunnel gestoppt hat, sucht die Sondermülldeponie nach weiterem Aushub.

Die Sondermülldeponie Kölliken (SMDK) sieht von oben immer noch aus wie eine Mondlandschaft. Nach wie vor deutlich zu erkennen sind die Decke des Wasserkellers im Bereich der ehemaligen Manipulationshalle und das Gebäude mit der Kläranlage. Die Wiederauffüllung der ehemaligen Grube kommt voran, aber nicht sehr schnell. Aktuell werden die letzten 20'000 bis 30'000 Tonnen Ausbruchmaterial aus dem Eppenbergtunnel erwartet. Wegen Corona ist die SBB-Baustelle eingestellt worden, der Hintransport des Materials verzögert sich.

Die SMDK ist zudem interessiert an weiterem sauberem Aushub. Es gibt Interessenten, doch noch keine Zusagen. Der Vorteil der SMDK ist ihre zentrale Lage. Sie will aber nicht als Preisbrecher auftreten, Lieferanten müssen marktübliche Tarife zahlen.

Die Felsreinigung im Westbereich läuft, SMDK-Geschäftsführer Benjamin Müller spricht von ersten guten Resultaten. Letztes Jahre sind Grosslochbohrungen abgeteuft und Brunnen erstellt worden. Durch diese wird oben Wasser in den Fels gepresst und unten herausgepumpt.

Ein Schritt weiter ist auch die Klärung der raumplanerischen Fragen. Im Moment ist die ehemalige SMDK ein weisser Fleck. Fruchtfolgeflächen oder ein naturnahes Erholungsgebiet? Bäuerliche und umweltschützerische Interessen prallen dort aufeinander.

In absehbarer Zeit wird das Mitwirkungsverfahren gestartet. Die vorgelagerte kantonale Vorprüfung befindet sich in der Endphase.

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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