Kölliken
Wie geht es weiter auf dem Kölliker Dorfplatz?

Es ist klar: Der Kölliker Dorfplatz wird nicht verkauft und die Überbauung wird nicht gebaut. Nach dem Nein loten Gegner und Befürworter ihre Möglichkeiten aus.

Lilly-Anne Brugger
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In Sachen Dorfplatzüberbauung muss die Geschwindigkeit angepasst werden. raphael nadler

In Sachen Dorfplatzüberbauung muss die Geschwindigkeit angepasst werden. raphael nadler

Zofinger Tagblatt

Seit dem Wochenende ist klar: Der Kölliker Dorfplatz wird nicht verkauft. Und damit wird auch die Überbauung mit Wohnungen, Migros/VOI, Gemeindeverwaltung und weiteren Geschäften nicht gebaut. «Ich bin überrascht, ich habe nicht mit einem Nein gerechnet, denn es standen ja alle Parteien hinter dem Projekt», sagt der schwedische Investor Jacob Ekmann, der die Überbauung auf dem Dorfplatz realisiert hätte.

Enttäuscht zeigte sich auch Erich Danioth von der Genossenschaft Migros Aare: «Der Standort auf dem Dorfplatz wäre ideal für einen VOI gewesen.» Weil die Migros auf der Suche nach Land für eine Migros/VOI-Filiale war, wurde erst die Idee für eine Dorfplatzüberbauung in Kölliken ausgearbeitet.

Gestern konnte Danioth noch nicht sagen, wie sich die Migros nach dem Nein in Kölliken verhalten wird. Es seien verschiedene Szenarien möglich, so Danioth. Erste Entscheide werden im nächsten Monat gefällt und dabei auch mit dem lokalen Migros-Partner diskutiert.

Mitarbeit in Projektgruppe möglich

Auch auf Seite der Referendumsführer wird noch diskutiert. Dabei geht es um einen Brief an den Gemeinderat, der eventuell in den nächsten Tagen verfasst werden soll. «Dabei schlagen wir vor, einen externen Projektleiter zu engagieren, der nach einer ganzheitlichen Lösung für die Gemeindehaussanierung sucht», sagt Guido Zeltner vom Referendumskomitee.

Die umfassende Sanierung des Gemeindehauses wird nun wieder aktuell, da die Verwaltung im bisherigen Gebäude bleiben wird. Er oder jemand vom Referendumskomitee seien gerne bereite, in einem konstruktiv arbeitenden Planungsteam an der Gemeindehaussanierung mitzuwirken, sagt Zeltner. «Wir wollen nicht verhindern, wir sind offen für gute Lösungen.»

Teilverkauf des Dorfplatzes?

Offen ist das Referendumskomitee auch für Ideen, wie es auf dem Dorfplatz weitergehen könnte. Einen Teil des Platzes zu verkaufen und den Erlös für die Sanierung des Gemeindehauses zu verwenden, steht laut Zeltner nach wie vor zur Diskussion.

Wichtig sei allerdings, dass für die Überbauung dieses Teilstückes ein Architekturwettbewerb durchgeführt werde, damit die Gemeinde Einfluss auf die Gestaltung der Überbauung auf dem Dorfplatz nehmen kann. Sofern sich die Geschäfte den Ergebnissen des Architekturwettbewerbs unterordnen, kann sich Zeltner auch einen Migros/Voi oder andere Geschäfte in dieser Überbauung vorstellen.

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