Gontenschwil

Wer schön singt, steigt nicht nur bei Menschen in der Gunst

Die Aras beeindrucken grosse wie kleine Besucher.

Die Aras beeindrucken grosse wie kleine Besucher.

Die Ausstellung der Wynentaler Sektion des Vereins Exotis zeigte die grosse Vielfalt der Ziervögel – vom imposanten Ara bis zur quirligen Meise

Die Papageien und Sittiche hörte man bereits im Vorraum und kaum öffnete sich die Tür zur Mehrzweckhalle, wähnte man sich in einem Urwald. Allerdings nur in Bezug auf den Geräuschpegel, denn Temperatur und Luftfeuchtigkeit waren an der Sing- und Ziervogelausstellung angenehm schweizerisch und nicht, wie manche Besucher wohl erwartet hatten, tropisch-feucht.

Auffallend hübsch hatten die Mitglieder der Wynentaler Sektion des Vereins Exotis die Käfige der Vögel und die Umgebung geschmückt. Pralle Blumenbouquets zierten die Gänge, Efeu umrankte die Gitterstäbe und auch die Vögel hatten viel Grün und rote Beeren um sich herum. Die Bartmeisen und China-Nachtigallen in ihrer grossen Voliere musste man zwischen Blättern und Zweigen richtiggehend suchen. Das lag aber auch daran, dass diese kleinen Vögel munter hin und her flatterten.

Die ungewohnte Umgebung schien den Bartmeisen, die in Europa heimisch sind, und den Nachtigallen aus China nichts auszumachen. Das bestätigte auch Vereinspräsident Alex Wiederkehr, der diese kleinen Vögel züchtet: «Sie gewöhnen sich schnell an die Besucher und reagieren nicht gross.» Dies im Gegensatz zu den imposanten, blau-gelben Aras. Sie interessierten sich sehr wohl dafür, wer an ihrem Käfig stand, begutachteten die Menschen kritisch und erschrecken sie oft mit ihrem durchdringenden Kreischen. Die meisten Besucher waren froh um das stabile Gitter, das sich zwischen dem beeindruckenden Vogelschnabel und ihren Händen befand. Am lautesten aber kreischten die Rotscheitelsittiche. «Diese kann man nicht in einem Wohnquartier halten», so Alex Wiederkehr.

Gute Tipps für Vogelhalter-Neulinge hielt Markus Muntwyler bereit, der die Börse im Untergeschoss betreute. Dort sassen die Vögel in kahlen Käfigen, war es doch nötig, dass man auch Details gut erkennen konnte. «Wenn jemand züchten möchte, braucht er natürlich ein Pärchen und da muss man Männlein und Weiblein auseinanderhalten können», erklärte Muntwyler. Die Farbe der Bäckchen oder der Nase gäben bei bestimmten Vögeln zuverlässig Auskunft. «Bei den Kanarienvögeln muss man warten, bis sie singen.» Für den Gesang seien nämlich nur die Männchen besorgt.

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