Neues Start-up
Wer Drohnen in die Luft lässt, erhält Beratung aus Menziken

Ein flugbegeistertes Trio hat in Menziken ein Start-up gegründet, das Firmen mit rechtlichen und technischen Tipps rund ums Drohnenfliegen zur Seite stehen soll.

Flurina Dünki
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Beim Drohnenfliegen gibt es immer wieder rechtliche Unklarheiten und technische Schwierigkeiten. Ein Start-up aus Menziken will mit Beratung weiterhelfen. (Symbolbild)

Beim Drohnenfliegen gibt es immer wieder rechtliche Unklarheiten und technische Schwierigkeiten. Ein Start-up aus Menziken will mit Beratung weiterhelfen. (Symbolbild)

Michel Luethi

Flugbegeistert sind Jürg Wildi und Marc Siegenthaler schon lange. Als Hobbyflieger und Vorstandsmitglieder der Flugbetriebs-AG (Flubag) des Flugplatzes Beromünster hegen der Menziker und der Beinwiler nicht nur eine grosse Leidenschaft für die Luftfahrt, sie sind auch Experten auf dem Gebiet.

Nun haben der Ingenieur Wildi und der Anwalt Siegenthaler zusammen mit Philip Bärtschi, ebenfalls Jurist, ihre eigene Beratungsfirma gegründet. «v2sky» heisst das in Menziken angesiedelte Start-up-Unternehmen, das künftig Firmen beim Einsatz von autonomen, unbemannten Flugobjekten (Drohnen) in rechtlich und technischen Belangen unterstützen will.

Ergänzende Dienstleistungen liegen im Bereich Sicherheits- und Risikobeurteilung von kleineren Flugplätzen und Flugbetriebsgesellschaften. Potenzielle Kunden, die mit Drohnen arbeiten, gibt es immer häufiger. Jürg Wildi denkt da etwa an die Überwachung von Infrastrukturen wie Hochspannungsleitungen oder Verkehrsstrecken, die Messung von Luftdaten oder den Transport von kleineren Gütern, wie das die Schweizerische Post gerade erprobt.

Mehr Normen erwartet

«Während für Drohnen, die im Sichtfeld des Operateurs betrieben werden, die Vorschriften vom Bundesamt für Zivilluftfahrt erlassen wurden und bekannt sind, liegen für weiterführende Einsätze noch keine verbindlichen Regelungen vor», sagt Wildi. Die Drohnentechnologie habe sich schneller entwickelt, als der Gesetzgeber Grundlagen schaffen konnte. So würden in Zukunft viele Normen geschaffen für diejenigen Drohnen, die ausserhalb des Sichtbereichs des Drohnenpiloten vollautonome Einsätze flögen.

Solche Regeln seien unerlässlich, um die Sicherheit im Luftraum wie auch am Boden zu gewährleisten. «v2sky wird Firmen, die Drohnen für geschäftliche Zwecke nutzen wollen, so weit unterstützen, dass ein späterer Betrieb allen Anforderungen genügt und die entsprechenden Bewilligungen erteilt werden können», so Wildi. Noch ist die Jungfirma in der Aufbauphase. Richtig «abheben» werden die drei erst im Frühjahr 2018.