Hirschthal

Weitere Runde im Streit um die Mobilfunkantenne in Hirschthal

Wird in Hirschthal eine Mobilfunkantenne zu stehen kommen, wie hier in in Dübendorf?

Wird in Hirschthal eine Mobilfunkantenne zu stehen kommen, wie hier in in Dübendorf?

Der Hirschthaler Gemeinderat versucht, den Bau einer Antenne zu verhindern: Er plädierte für eine Änderung der Bau- und Nutzungsordnung (BNO). Nun ist die kantonale Vorprüfung abgeschlossen. Bei der Gemeinde sind noch keine Einsprachen eingegangen.

Die Geschichte um die geplante Mobilfunkantenne in Hirschthal geht in eine weitere Runde. Begonnen hat sie schon vor langer Zeit. Orange reichte 2007 ein Baugesuch für eine Antenne ein. Eine Umfrage zeigte jedoch, dass drei Viertel der Hirschthaler gegen eine Antenne auf ihrem Gemeindegebiet waren.

Mobilfunkantennen sind zwar bewilligungspflichtig, innerhalb der Bauzone sind sie aber zonenkonform. Der Hirschthaler Gemeinderat versuchte deshalb auf einem anderen Weg, den Bau einer Antenne zu verhindern: Er plädierte für eine Änderung der Bau- und Nutzungsordnung (BNO), um damit zu verhindern, dass die Antenne in einer Wohnzone zu stehen kommt.

Folgender Absatz sollte in die BNO aufgenommen werden: «Mobilfunkantennen sind ausschliesslich in der Gewerbezone zulässig und müssen gegenüber allen übrigen Bauzonen einen Abstand von mindestens 60 Metern aufweisen.»

Keine Einigung am runden Tisch

Orange und Swisscom wehrten sich gegen dieses Vorhaben. Auch eine Aussprache am runden Tisch konnte keine Einigung erzielen. Das Vorhaben gelangte schliesslich vor die Gemeindeversammlung, welche die Änderung im Dezember 2011 fast einstimmig annahm.

Weil der Regierungsrat die Änderung jedoch an die Gemeinde zurückgewiesen hatte, musste diese den Absatz anpassen. Laut Gemeindeschreiber Hansjörg Baumberger ist ein Kaskadenmodell integriert worden. Die Antenne müsste nicht mehr nur ausschliesslich in der Gewerbezone realisiert werden.

Nun ist die kantonale Vorprüfung abgeschlossen und die Entwürfe zur Teiländerung der BNO betreffend Mobilfunkantenne liegen bis 18. März öffentlich auf. Gleichzeitig wird das Mitwirkungsverfahren durchgeführt.

Noch keine Einsprachen

Laut Baumberger seien bei der Gemeinde noch keine Einsprachen gegen die BNO-Teiländerung eingegangen. Für die Firma Orange ist noch offen, ob sie Einsprache einlegen wird. «Grundsätzlich legen wir eine Einsprache ein, wenn es nach einer Verschärfung aussieht – was hier der Fall ist», sagt Mediensprecherin Therese Wenger.

Bei der Firma Sunrise liegt laut Mediensprecher Roger Schaller noch kein Entscheid über das weitere Vorgehen vor. Man behalte sich das Recht vor, eine Einwendung zu erheben. Auch die Swisscom prüft, laut Sprecherin Annina Merk, wie es weitergehen soll.

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